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Ordner SiB, Schuljahr 2025/26, Nr 3, Februar 2026

SiB, Schuljahr 2025/26, Nr 3, Februar 2026

VIER ARTIKEL ALS LESEBROBE FINDEN SIE WEITER UNTEN. HIER DAS VORWORT ZU DIESER AUSGABE:

Liebe Leserin. lieber Leser,

das Wahljahr hat begonnen. Nicht nur das der LEB-Wahl mit Rekord-Kandidierenden-Zahlen (siehe Heftmitte), sondern auch das der Landtagswahl in Baden-Württemberg.
Wer die nächsten 5 Jahre im Landtag und damit in der Villa Reitzenstein das Sagen haben wird, bestimmen wir am 8. März 2026. 

Die vergangenen Wochen hatte man das Gefühl, dass Bildung irgendwie nicht stattfindet in diesem Wahlkampf. Kommunalfinanzen und Wirtschaftskrise ließen für Bildung offenbar einfach keinen Platz. Das Problem scheint zu sein: Im Vorfeld der Wahlen appellieren Politikerinnen und Politiker gerne an den Geldbeutel und an gefühlte Ängste und Sorgen des Wahlvolks. Bildung scheint da sperrig und abstrakt. 

Doch das ist ein Trugschluss. Pünktlich zum „Internationalen Tag der Bildung“ am 24. Januar veröffentlichte Forsa eine Umfrage zu den Zukunftsängsten der Deutschen. Und siehe da: Entgegen der veröffentlichten debatte sorgt der Zustand des Bildungssystems die Deutschen mit 90% am meisten! Da müsste doch genug Potential drinstecken, um sich zu positionieren als diejenige Partei, die die wichtigste Sorge der Menschen angeht ...? 

Zumal es bei Bildung – insbesondere da! – um Zukunft geht. Um die großen Linien, um Langfristigkeit, um Existentielles:
Ohne Bildung gibt‘s keine Wirtschaft, ohne Bildung gibt‘s keine Steuern, ohne Bildung gibt es nichts davon, worum aktuell vorrangig gerungen wird.
Aus dieser Diskrepanz von öffentlichem Interesse und gesetzten Themen entspringt dann häufig die resignierende Äußerung, Kinder und Jugendliche hätten eben keine Lobby. 

Und diese Behauptung kann man leider nicht ganz von der Hand weisen. Beispiel gefällig? Die Mental-Health-Kampagne der Bundesschülerkonferenz (siehe Titelthema) wurde im April gelauncht. Es gab einen Instagram-Kanal, eine Website, Pressemitteilung, das ganze Paket üblicher PR-Aktivitäten. Viel Herzblut und Zeit haben Schülerinnen und Schüler aus ganz Deutschland in „Uns geht‘s gut?“ gesteckt und doch war der Widerhall eher verhalten.
Es brauchte eine PK im Oktober, bei der neben der Bundesschülerkonferenz auch das Institut der deutschen Wirtschaft saß. Die wirtschaftlichen Auswirkungen der kranken Jugend zündeten schlussendlich und die mentale Gesundheit war plötzlich in der Tagesschau und jeder Zeitung. 

Was wir brauchen, ist das Bewusstsein, dass Bildung immer Topthema ist. Bildung ist nicht alles, aber ohne Bildung ist alles nichts!

Kleine Dörfer kämpfen mit Bevölkerungsabwanderung? Bildung hilft, Konzepte gegen die Landflucht und Lösungen für eine nachhaltige Stärkung des ländlichen Raums zu entwickeln. Die Gewerbesteuereinnahmen brechen ein? Bildung hilft, der Wirtschaft neue Impulse für Investitionen in zukünftige Trends zu tätigen. Arbeitsplätze gehen verloren? Bildung hilft, Industrie aufHerausforderungen wie KI und Klimaneutralität auszurichten und umzubauen. 

Bildungskonzepte für morgen sind wichtig. Für unser Land und für unsere Kinder.

Sebastian Kölsch
Vorsitzender des 20. Landeselternbeirats

 

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