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pdf BaWü-Check: Landeselternbeirat und Landesschülerbeirat Baden-Württemberg unterstützen Forderungen des VBE vollumfänglich

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Der Landeselternbeirat (LEB) und der Landesschülerbeirat (LSBR) Baden-Württemberg, zwei der offiziellen Gremien zur Beratung des Kultusministeriums, geben gemeinsam zur gestrigen Zumeldung des VBE Baden-Württemberg zu den Ergebnissen des aktuellen BaWü-Checks folgende gemeinsame Zumeldung ab: Wir schließen uns den Forderungen des VBE vollumfänglich an.

Der BaWü-Check wird im Auftrag der baden-württembergischen Tageszeitungen vom Institut für Demoskopie Allensbach durchgeführt. Für die aktuelle, am 9. Juli 2026 veröffentlichte Erhebung wurden zwischen dem 76. und 24. Juni 2026 in 7.006 Online-Interviews repräsentativ Bürgerinnen und Bürger ab 76 Jahren in Baden-Württemberg befragt. Bereits die Berichterstattung der Schwäbischen Zeitung zu den Ergebnissen hält fest, dass die Menschen im Land es als eine „zentrale Aufgabe der Regierung" ansehen, ,,die Qualität der Schulen zu verbessern". Das deckt sich exakt mit den Zahlen, auf die sich der VBE in seiner Zumeldung beruft: 88 Prozent der Befragten sprechen sich für eine bessere Ausstattung der Schulen aus, 87 Prozent fordern eine bessere Finanzierung der Kindergärten. Ein deutlicheres Votum aus der Bevölkerung kann es kaum geben.

,,Genau das erleben wir tagtäglich in den Schulen vor Ort: Eltern, Schülerinnen und Schüler erwarten von der neuen Landesregierung keine Lippenbekenntnisse, sondern verlässliche Investitionen in die Bildung. Der BaWü-Check bestätigt eindrucksvoll, was wir als Landeselternbeirat und Landesschülerbeirat seit Jahren an das Kultusministerium herantragen", erklärt Vanessa Scholz, Vorsitzende des Landeselternbeirats Baden-Württemberg.

Der LEB und der LSBR teilen und unterstreichen ausdrücklich jede einzelne der vom VBE genannten Forderungen -aus Sicht der Eltern, Schülerinnen und Schüler sind sie alle von zentraler Bedeutung

  • Bessere personelle Ausstattung der Schulen, insbesondere der SBBZ: Für Familien von Kindern mit besonderem Förderbedarf entscheidet die personelle Ausstattung der Sonderpädagogischen Bildungs- und Beratungszentren täglich darüber, ob ihr Kind die notwendige Unterstützung erhält oder nicht. Eine verlässliche Unterrichtsversorgung und Betreuung sind unerlässlich und entscheidet auch darüber ob Eltern einer geregelten Arbeit nachgehen können, um den Lebensunterhalt eigenständig zu finanzieren. Der chronische Mangel darf nicht länger hingenommen werden.
  • Attraktive Arbeitsbedingungen gegen den Fachkräftemangel: Nur wenn es gelingt, pädagogisches Personal in Kitas und Schulen zu halten und zu gewinnen, haben Kinder verlässliche Bezugspersonen. Ständiger Personalwechsel geht zulasten der Schülerinnen und Schüler und zulasten der Eltern, die sich auf Betreuung und Unterricht verlassen müssen.
  • Moderne Lernumgebungen und zeitgemäße Ausstattung: Sanierungsstau und veraltete Ausstattung sind für Eltern, Schülerinnen und Schüler täglich sichtbar. Zeitgemäßes Lernen braucht zeitgemäße Räume und Technik das ist keine Kür, sondern Grundvoraussetzung guter Bildung.
  • Multiprofessionelle Teams mit Schulsozialarbeit und Schulpsychologie: Angesichts wachsender sozialer und psychischer Belastungen von Kindern und Jugendlichen sind Schulsozialarbeit und Schulpsychologie unverzichtbar. Eltern, Schülerinnen und Schüler erleben, wie sehr Familien entlastet werden, wenn diese Unterstützung tatsächlich vor Ort verfügbar ist.
  • Auskömmliche Finanzierung der frühkindlichen Bildung und besserer Fachkraft-Kind-Schlüssel: Die frühen Jahre legen den Grundstein für den gesamten Bildungsweg. Ein besserer Fachkraft-Kind-Schlüssel bedeutet bessere individuelle Förderung und ist zugleich die Voraussetzung dafür, dass Eltern Familie und Beruf verlässlich vereinbaren können.

Der Landeselternbeirat und der Landesschülerbeirat Baden-Württemberg appellieren an die neue Landesregierung, das klare Votum aus dem BaWü-Check ernst zu nehmen und Bildung bei den anstehenden Haushaltsentscheidungen den Stellenwert einzuräumen, den 88 Prozent der Menschen im Land ihr zuschreiben. Eltern, Schülerinnen, Schüler und Schulen brauchen jetzt Verlässlichkeit, statt weiterer Sparüberlegungen.

„Wenn wir morgens aufstehen, in die Schule, in unsere Klassenzimmer gehen, dann fühlen wir doch jeden Tag, dass an uns gespart wird. Weshalb wird immer noch erwartet, dass uns Schülerinnen und Schüler die Schule wichtig sein muss, wenn sie der Landesregierung selbst egal ist?“, erklärt Johannes Stahl, Vorsitzender des Landesschülerbeirats
Baden-Württemberg.

„Da Eltern, Schülerinnen, Schüler und Lehrkräfte und nun auch eine repräsentative Bevölkerungsumfrage in dieselbe Richtung weisen, gibt es für die Landesregierung keinen Grund mehr, bei der Bildung zu zögern“, so Scholz abschließend.