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default Schulleitung neu denken und Überlastung vermeiden

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Zumeldung zur PM des Verband Bildung & Erziehung vom 28.11.2025

  • Schulleitung aufsplitten in pädagogisch und administrativ
  • Lösung für Überlastung und vakante Positionen
  • Fokus auf Schulentwicklung stärkt Qualität

Stuttgart, 28. November 2025 – Die aktuelle, repräsentative Befragung des VBE Baden-Württemberg „Die Schule aus Sicht der Schulleiterinnen und Schulleiter“ überrascht nicht. Im Gegenteil: „Als Eltern sehen wir spätestens seit Corona stark überlastete Schulleitungen, vor allem in kleineren Schulen“, bestätigt LEB-Vorsitzender Sebastian Kölsch. „Und wir merken immer wieder: Die empfundene Qualität einer Schule macht sich für viele Eltern vor allem an einer guten, also nicht überlasteten Schulleitung fest."

Der Landeselternbeirat hatte vergangenen Freitag den Spitzenkandidaten ein Hausaufgabenheft überreicht. Eines der sieben Handlungsfelder betrifft Schulleitungen und eine grundlegende Reform dieser Tätigkeit. „Mit kleinen Änderungen an wenigen Stellschrauben kann man Schulleitung nicht grundlegend ändern. Daher raten wir zu einer radikalen Reform und einer Trennung von Schulleitung in pädagogische und administrative Tätigkeiten“, so Kölsch.

Der Impuls an die Politik im Bereich Schulleitungen lautet wie folgt:

Gute Schule hängt stark mit guter Schulleitung zusammen. Schulleitung muss genug Zeit haben: Um Schulentwicklung voranzutreiben, Lehrkräfte zu begleiten und Teambuilding für eine gute Schulatmosphäre zu fördern. Dafür ist immer weniger Zeit. Denn Administratives bindet immer mehr Ressourcen. Schulleitung ist daher nicht mehr attraktiv. Zahlreiche vakante Positionen sind auch zahlreiche vertane Chancen vor Ort.

Für unsere Kinder fordern wir eine grundlegende Neuausrichtung von Schulleitung. Eine klare Trennung in pädagogische und administrative Schulleitung eröffnet neue Möglichkeiten. Verwaltungstätigkeiten können von Verwaltungsfachkräften ausgeführt werden. Die administrative Betreuung mehrerer Schulen eröffnet Synergieeffekte und Professionalisierung. Die parallele Fokussierung auf die pädagogische Führung bietet Raum für Schulentwicklung. Diese Profilierung wird sich in mehr besetzten Schulleitungsstellen niederschlagen.

„Wir sind zuversichtlich, dass mit diesem Modell, wie es auch in anderen Ländern erfolgreich gehandhabt wird, die Attraktivität von Schulleitungsposten wieder zunehmen wird und Schulleitung vor allem wieder das tun wird, was dringend benötigt ist: Die Schule führen und entwickeln. Statistikmeldungen abgeben, Personalakten führen oder die Schulmöbelbestellung mit dem Schulträger diskutieren muss nicht notwendigerweise von der Schulleitung erledigt werden“, so LEB-Vorsitzender Kölsch.


Das gesamte Hausaufgabenheft finden Sie hier zum Nachlesen