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100% Politik-Schauspiel – Bildungsallianz gescheitert

Gruppenbild der Sitzung des Landeselternbeirats Baden-Württemberg mit Kultusministerin Theresa Schopper und LEB-Vorsitzendem Sebastian Kölsch am 24. April 2024 im Kultusministerium in Stuttgart.

Seit vielen Jahren ist es gang und gäbe, dass bei dem Gespräch zur Erläuterung der Grundschulempfehlung nicht nur die Lehrkraft und die Eltern beratschlagen, sondern diejenigen, die es betrifft, auch dabei sind: die Kinder.

Die Politik ist noch nicht soweit. Sie traf sich zu einer Fortsetzung der Gespräche über eine mögliche Bildungsallianz. Eingeladen waren hier die Betroffenen natürlich nicht.

Die Ankündigung der Gespräche zur Bildungsallianz hatten wir sehr erfreut vernommen, die Verschiebung der zweiten Gesprächsrunde um mehrere Wochen hätte uns dann aber schon stutzig machen müssen.

Die Location Bebenhausen wirkt wie eine Trutzburg, schwer einnehmbar, etwas angestaubt, knarzende Dielenböden – kurz: zwischen den Altaren Muff von 1000 Jahren. Ein Ort wie gemacht für zukunftsorientierte Bildungspolitik...

Kaum hatten sich alle eingefunden, fiel dem Vernehmen nach irgendwo eine Kaffeetasse um, und der Vorhang fiel. Wortreich wurde von der Opposition das Ende der Bildungsallianz beklagt, danach ebenso wortreich von der Koalition erklärt, dass man schon halt auch Vorschläge mitbringen müsse und überhaupt: Jetzt sei auch mal wieder gut mit so Allianzen, jetzt werde wieder regiert und opponiert. Basta.

Wer nicht zu Wort kam: Schulleitungen, Lehrkräfte, Schüler oder Eltern. Was nicht zu Wort kam: die Notwendigkeit, dass Schulen Ruhe brauchen und nicht wie das Kaninchen vor der Wahltagsschlange sitzen sollten, weil sie befürchten müssen, dass wieder einmal alles umgeschmissen wird. Was wieder einmal im Fokus stand: Strukturdebatten statt Qualitätsoffensiven, Politik-Klein-Klein statt Zukunftsbildung oder Bildungszukunft, Koalitionskonstrukt statt Allianzansatz.

Was genau im Bildungsreform-Paket enthalten ist, haben wir im Artikel »Erziehungspartnerschaft – was war das nochmal?« in der Schule im Blickpunkt 5/2024 zusammengefasst.

Ganz besonders weisen wir mit allem Nachdruck darauf hin, dass eine Beschneidung der elterlichen Kompetenz im Zusammenhang mit der Entscheidung über die weiterführende Schulart ein Rückschritt ist. Wir möchten intensive Gespräche führen, um auszuloten, warum hier wieder einmal die Erziehungpartnerschaft zu Ungunsten der Eltern verschoben wird.

Hierzu gibt es auch den ein oder anderen Bericht aus der presse in unserer Presse-Übersicht.

LEB-Sitzung mit Ministerin Theresa Schopper

Gruppenbild der Sitzung des Landeselternbeirats Baden-Württemberg mit Kultusministerin Theresa Schopper und LEB-Vorsitzendem Sebastian Kölsch am 24. April 2024 im Kultusministerium in Stuttgart.Zum einjährigen Bestehen des 20. Landeselternbeirats war Kultusministerin Theresa Schopper zu Gast im LEB. Ihre Teilnahme war bereits Anfang Oktober vereinbart worden, nachdem sie dem Gremium zum Schuljahresstart einen kurzen Besuch abgestattet hatte.

Die Teilnahme auf der 12. Sitzung war indes ein Arbeitsbesuch: Es ging um die großen Themen, die den baden-württembergischen Kultusbereich zur Zeit beschäftigen:

  • Sprachförderkonzept vor Schuleintritt
  • Rückkehr zu G9
  • Lehrkräftemangel und seine Behebung
  • sonstige grundsätzliche Reformideen

Daneben gab es noch zahlreiche Fragen aus den Reihen der LEB-Mitglieder zu Themen wie Zukunft der SBBZ, Lehrkräftefortbildung, Grundschulempfehlung und Gewalt an Schulen.

Eine Woche nach dem parteiübergreifenden Bekenntnis zur G9-Rückkher, nur einen Tag, nachdem sich die Koalition auf das Sprachförderkozept geeinigt hatte, und wenige Tage vor dem nächsten Gipfeltreffen zu einer möglichen Bildungsallianz im Land waren sich Ministerin Schopper und LEB-Vorsitzender Sebastian Kölsch darin einig, dass dies intensive bildungspolitische Zeiten sind. Der Austausch zwischen LEB und der Ministerin ist nicht nur deswegen wichtig, bringt er doch Gedanken und Meinungen ins Ministerium, die sonst nur schwerlich bis in seine Spitze vordringen.

Nach intensiven 90 Minuten des Austauschs bedankte sich der LEB-Vorsitzende bei der Ministerin für den Besuch und gab ihr als vordringlichsten Wunsch der Elternschaft mit, in der Politik für die Impulse des LEB im Zusammenhang mit der Rückkehr zu G9 zu werben. »Das aktuell vieldiskutierte 2-aus-3-Modell bei der Grundschulempfehlung bedeutet de facto eine Rückkehr zur Verbindlichkeit. Als LEB haben wir mit unserer Idee eines auf Kompetenztestung und Beratung basierenden Prozesses einen Impuls gegeben, an dessen Ausarbeitung wir gerne mitwirken.«

Der LEB hat sich für 2024 vorbereitet

Posts Stories 1

Im Schwarzwald hat sich unser Vorstand ein Wochenende lang einquartiert, um die Arbeit des LEB – nicht nur – im begonnenen Jahr zu planen. Es ging auch um Strukturen, Kollaboration, Prozesse, Finanzen, Öffentlichkeitsarbeit, die nächste Sitzung und, und, und...

Wir kommen gestärkt aus Dornstetten zurück und freuen uns auf die vor uns liegenden Aufgaben und dieses spannende Bildungsjahr 2024!

Begrüßung zum Schuljahr 2023/2024

theresa schopper im leb

In der 5. Sitzung des 20. Landeselternbeirats am 20. September 2023 war Kultusministerin Theresa Schopper zu Gast und hat die Mitglieder des LEB zum neuen Schuljahr begrüßt. Sie skizzierte dabei kurz die Herausforderungen und großen Themen, vor denen das baden-württembergische Schulwesen steht und legte die großen Linien ihres Ministeriums dar.

Die kurze Stippvisite war aber lediglich Teaser, denn sie kündigte bereits an, den guten Austausch mit dem Gremium fortzusetzen und bald zu einem intensiven Austausch vorbeizuschauen.

Darauf freuen wir uns!

 

Erstes Kennenlernen mit der Ministerin

LEB Vorstand mit Kultusministerin Schopper

Der vor vier Wochen neu gewählte Vorstand des 20. Landeselternbeirats war heute im Kultusministerium zu Gast. Gemeinsam mit Ministerin Theresa Schopper haben wir über die vor uns liegende Zusammenarbeit gesprochen, über gemeinsame und über divergierende Ansichten. Dabei stand sowohl für die Ministerin als auch für uns als LEB im Vordergrund: Gemeinsam geht es (meistens) besser.
Wir freuen uns auf kontinuierlichen Austausch!