Denkt noch jemand an unsere Schülerinnen und Schüler?

Oder sind schon wieder alle Verantwortlichen im Ferienmodus?

Entgegen allen Prognosen sinken bereits seit 21. April die 7-Tages-Inzidenzen kontinuierlich. Nicht einmal die Mai-Feiern konnten offensichtlich etwas daran ändern. Die einschlägigen Urlaubsportale verzeichnen einen erheblichen Buchungsanstieg für Pfingsten und Sommer. Während immer mehr Bürger*innen aller Altersgruppen geimpft werden und sich nun der Urlaubsplanung widmen, fehlen konkrete Konzepte für die in jeder Hinsicht Schützenswertesten einer Gesellschaft, unsere Kinder.
Zweifelsohne wird uns die Pandemie und deren Folgen noch geraume Zeit beschäftigen. Daher zählt jeder Tag, den die Landesregierung NICHT länger aussitzt! Lippenbekenntnisse helfen den in häuslicher Isolation befindlichen Kindern und Jugendlichen leider überhaupt nicht. Es bedarf jetzt eines konkreten Fahrplans, wie, den lokalen Verhältnissen angepasst, unter welchen Rahmenbedingungen wieder Schritte Richtung Normalität eingeleitet werden können.
Daher der Appell an alle:
Entlasten Sie unsere Kinder, indem Sie sorgsam mit den Risiken der Pandemie umgehen. Es darf nicht länger sein, dass Grundschulkinder mit Masken auf Abstand in Wechselunterricht sitzen, während Betriebe unter erheblich geringeren Schutzmaßnahmen arbeiten. ALLE tragen hier solidarisch Verantwortung, die Inzidenzwerte zu senken und damit den Schwächsten ihre Last von den Schultern zu nehmen.
Die Ministerien müssen ad hoc veranlassen, dass die bekannten Vorteile der hygienischen Verhältnisse im Freien breit genutzt werden. Es geht längst nicht mehr nur um stringenten Unterricht, sondern vielmehr darum, dass Kinder und Jugendliche wieder mit Ihresgleichen Sozialkontakte pflegen können.
Bislang haben die Familien, insbesondere aber die Kinder, die Solidargemeinschaft erheblich getragen, indem sie bis zur Impfung der älteren Generation massive Einschränkungen in Kauf genommen haben. Es wird Zeit, JETZT diese Gruppe in jeder Beziehung in den Fokus zu nehmen. Denjenigen, die an dieser Stelle leider wieder ausschließlich die Finanzen im Blick haben, sei gesagt: Die einzig nachhaltige Wirtschaftsförderung unserer Gesellschaft ist die Förderung unseres Nachwuchses.
Abschließend erneut der deutliche Hinweis, dass notwendige Luftfilteranlagen/-geräte auch eine Investition in die Zukunft darstellen (Stichwort: Krisensicheres Klassenzimmer). Die nachweislichen Unterrichtsausfälle während früherer Grippewellen ließen sich dadurch ebenfalls minimieren, wie wir im Zuge von Lüften und Hygienemaßnahmen erst jüngst gelernt haben.