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       <title>SiB, Schuljahr 2025/26, Nr 6, Juli 2026 - Landeselternbeirat Baden-Württemberg</title>
       <description><![CDATA[<p class="h6">VIER ARTIKEL ALS LESEBROBE FINDEN SIE WEITER UNTEN. HIER DAS VORWORT ZU DIESER AUSGABE:</p>
<p>Liebe Leserin. lieber Leser,</p>
<p>sind wir weitergekommen?<br />Mit dieser Frage hat mein Vorgänger Sebastian Kölsch sein letztes Vorwort für die Schule im Blickpunkt beendet. Ich übernehme den Vorsitz des Landeselternbeirats und damit auch diese Frage – nicht als Schlusspunkt, sondern als Auftrag für die kommenden drei Jahre.&nbsp;</p>
<p>Seit 20 Jahren engagiere ich mich ehrenamtlich in der Elternarbeit. Ich weiß deshalb aus eigener Erfahrung, wie viel Kraft dieses Engagement kostet und wie selten es am Ende wirklich etwas bewegt. Zu oft werden bildungspolitische Weichen längst gestellt, bevor Eltern überhaupt gefragt werden. Was dann bleibt, ist Kommentieren statt Mitgestalten. Genau hier will ich ansetzen: Eltern gehören von Anfang an den Tisch, nicht erst, wenn alles entschieden ist.&nbsp;</p>
<p>Bildungsgerechtigkeit ist mir dabei besonders wichtig:&nbsp;Welche Chancen ein Kind in der Schule hat, darf nicht von der Herkunft der Familie oder ihrem Geldbeutel abhängen. Dazu gehört zuallererst eine verlässliche Unterrichtsversorgung. Fachleute halten eine Lehrkräfteausstattung von rund 110 Prozent für notwendig, nach Jahren des Personalmangels und so mancher Verwaltungspanne liegen wir davon noch ein Stück entfernt.<br />Genauso dringend brauchen Schulen Unterstützung durch multiprofessionelle Teams: Schulpsychologinnen, Sozialarbeiter und ähnliche Fachkräfte sind seit Langem überfällig, aber an vielen Schulen weiterhin Mangelware. Angesichts wachsender psychischer Belastungen und zunehmender Schulabsentismus-Fälle können Lehrkräfte das nicht allein auffangen.&nbsp;</p>
<p>Diese Themen werden uns als Landeselternbeirat in den kommenden drei Jahren intensiv beschäftigen, und ich freue mich, sie gemeinsam mit einem engagierten Gremium anzugehen.&nbsp;</p>
<p>Mein Vorgänger schrieb, manche Eltern können einfach nicht, auch wenn sie wollen.<br />Diesen Gedanken nehme ich mit auf meinen Weg. Engagement gelingt nur, wenn Schule, Politik und Elternhaus einander mit Wohlwollen begegnen und wenn auch das Ehrenamt selbst bessere Bedingungen bekommt. Dazu gehört für mich eine offene Debatte darüber, wie sich die Arbeit im Landeselternbeirat langfristig fair unterstützen lässt, damit sich künftig noch mehr Menschen dafür entscheiden, sich einzubringen.&nbsp;</p>
<p>Auch in dieser Ausgabe der Schule im Blickpunkt geht es um das, was Schule im Kern ausmacht: Wir blicken auf „Life Teach Us“, ein Projekt, das sich im Februar im Landeselternbeirat vorgestellt hat. In einem Interview geht es um Leistungsdruck bei jungen Menschen. Eine Konrektorin und Mutter erklärt, was eine Gemeinschaftsschule kann. Und unser SiB-Rechtsanwalt erklärt, welche Möglichkeiten des Nachteilsausgleichs es jenseits der Legasthenie gibt. Ich freue mich auf drei Jahre mit Ihnen, auf Austausch, auf Reibung und auf gemeinsame Schritte nach vorn.</p>
<p>Als Eltern fordern wir unseren Platz in der Bildungspolitik – denn wir sind keine Zuschauer, wir sind Mitgestalter. Genau dafür steht Schule im Blickpunkt –&nbsp;<strong>für unsere Kinder.</strong></p>
<p>Vanessa Scholz<br />Vorsitzende des 21. Landeselternbeirats</p>
<p>&nbsp;&nbsp;</p>]]></description>
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           <title>SiB, Schuljahr 2025/26, Nr 6, Juli 2026 - Landeselternbeirat Baden-Württemberg</title>
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           <title>Hitze-Alarm. Mal wieder ...</title>
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           <media:title type="plain">Hitze-Alarm. Mal wieder ...</media:title>
           <media:description type="html"><![CDATA[<div class="h2">Schulgebäude werden im Juli und neuerdings auch schon im Juni zu unfreiwilligen Saunalandschaften – nur ohne Wellness</div>
<p><span style="font-size: 10pt;">Ein Beitrag von Sebastian Kölsch</span><br /><span style="font-size: 10pt;">ehemaliger LEB-Vorsitzender</span></p>
<p><b>Inzwischen kann man die Uhr danach stellen. Jeden Sommer kommt irgendwann die große Medienoffensive rund um „hitzefrei“. Was gilt? Wie funktioniert’s? Wer entscheidet? An der Wirklichkeit geht das aber häufig vorbei: Eltern bauen 2026 häufig auf die Verlässlichkeit von Ganztagsangeboten. Grundschüler um 11:20 Uhr nach Hause schicken wie in der vagen Erinnerung der Älteren noch 1980 gang und gäbe? Heute undenkbar.</b></p>
<p>An der Weiherhof-Grundschule im Freiburger Stadtteil Herdern gibt es Klassenzimmern auf drei Stockwerken. Im Obergeschoss schwitzt man an heißen Tagen schon um 10:30 Uhr. Im Erdgeschoss ist es ein wenig besser, aber irgendwann wird’s auch hier unerträglich. Lediglich im Untergeschoss ist es gut auszuhalten. Eltern, die bei der Einschulung fast verzweifeln, weil die Kinder im Untergeschoss wahlweise auf eine matschige, leidlich grasbewachsene oder bepflanzte Böschung schauen statt Weitblick zu genießen, sind spätestens im Juni versöhnt. Ihre Kinder sind zwar im Keller, aber schwitzen wenigstens nicht.</p>
<p>Die Anfang der 60er-Jahre im Hauruck-Verfahren gebauten Schulgebäude sind energetisch eine Katastrophe. Mit dünnen Wänden, wenig Dachdämmung und lediglich im Erd- und Obergeschoss einer West-Ost-Durchzugmöglichkeit sind sie weder für richtig kalte Winter, noch für richtig heiße Sommer gebaut worden. Erstere gibt es inzwischen nicht mehr, letztere waren 1960 noch nicht vorstellbar.</p>
<h2 class="h4"><b>Mindesterhalt statt Modernisierung</b></h2>
<p>Solche Schulgebäude gibt es zuhauf in Baden-Württemberg. Die Kommunen erhalten die Gebäudesubstanz, versuchen auch bei klammen Kassen abblätternde Farbe, undichte Fenster und katastrophale Toiletten zu verhindern. Manchmal kommt es der Zielgruppe aber lediglich wie Mangelverwaltung vor. Aus notwendiger Modernisierung wird allzu oft Mindesterhaltung.</p>
<p>Wo Schulen über Jahrzehnte ganz stiefmütterlich behandelt wurden, kommt man hin und wieder um einen Neubau nicht herum. Aber geänderte Anforderungen an Schulgebäude, von Digitalität über Differenzierungsräume, Freiarbeitsbereiche oder Räumlichkeiten für den Ganztag und die benötigte Kantine, sind Kostentreiber. Irgendwann setzt die Gemeindekämmerei den Rotstift an und es beginnt das Streichen der Einträge auf der Wunschliste. Bei der Raumlufttechnik bleibt dann oftmals nur das Minimum übrig. Klimaanlagen in Schulen? Wo kämen wir denn da hin …</p>
<h2 class="h4"><b>Klima- und Raumlufttechnik</b></h2>
<p>Aber genau das scheint mittel- bis langfristig an zahlreichen Schulstandorten absolut notwendige Mindestanforderung zu werden. Was bringt das Smartboard in der schönsten Ganztags-Lernlandschaft, wenn die Raumtemperatur konstant über 30 Grad ist? Kein Bürogebäude, kein Verwaltungskomplex kommt heutzutage ohne ausgeklügelte Klimatechnik aus. Schließlich gibt es Arbeitsschutzvorschriften, die eingehalten werden müssen. Kein Arbeitgeber kann sich erlauben, sich nicht daran zu halten. Aber in Schulen gibt es scheinbar keine Vorschriften. Entweder, weil Schule als weniger wichtig als Arbeit angesehen wird – oder weil die Kommunen die Ausgaben scheuen. Denn woher sollten Sie das Geld auch nehmen?</p>
<p>Im Zuge der Corona-Pandemie flackerte kurzfristig mal ein Hoffnungsschimmer auf, dass man das Thema Raumlufttechnik (RLT) an Schulen anpacken könnte. Nachhaltiger als die damals viel diskutierten mobilen Luftfilter wären nämlich zentrale RLT-Anlagen gewesen. Dabei wird in alle Klassenzimmer eine Zu- und eine Abluftleitung gelegt, die einen beständigen Luftaustausch ermöglicht. Neben der reinen Zirkulation, die damals im Fokus stand, können in eine zentrale RLT-Anlage auch temperierende Module eingebaut werden. Dass die Frischluft in den Wintermonaten beispielsweise angewärmt wird, bevor sie in die Klassenräume gepustet wird. Oder eben auch gekühlt – was jetzt gut wäre.</p>
<p>An einigen wenigen Standorten im Land wurde wenigstens geprüft, ob ein nachträglicher Einbau möglich wäre. Je nach Baujahr und Beschaffenheit der Gebäude ist die Nachrüstung im Bestand aber gar nicht so ohne weiteres möglich. Fehlende Raumhöhe für benötigte Abhängungen ist dabei nur eine Komponente. Wo die gegeben ist, stehen manchmal der Denkmalschutz oder bei Bauten neueren Datums gerne auch mal der Star-Architekt entgegen, wenn es um Eingriffe in die Fassade geht. Bürokratieabbau sieht anders aus.</p>
<h2 class="h4"><b>Hitzefrei – ein veraltetes Rezept&nbsp;</b></h2>
<p>Als besonders drängend wird das Problem jedenfalls offenbar nicht angesehen. Es scheint fast, als ob man es die paar Wochen im Jahr, die es betrifft, eher aussitzt, als holistisch an die Sache ranzugehen. Lieber diskutiert man über die Symptombehandlung, als die Ursachen zu akzeptieren und grundlegend gegenzusteuern. Dabei wird gerne auf das altbewährte „hitzefrei“ zurückgegriffen. An der Realität der 2020er-Jahre geht das jedoch komplett vorbei. In Grundschulen darf kein Unterricht ausfallen und die Nachmittagsbetreuung ist sowieso in den gleichen Räumlichkeiten. Wieso sollte dann also die 5. und 6. Stunde gestrichen werden, weil es im Klassenraum zu heiß ist – und die Kinder dann in ebendiesem Raum in der Kernzeit weiterschwitzen?</p>
<p>Auch in der Unterstufe an weiterführenden Schulen verlassen sich Eltern häufig auf Ganztags- oder Betreuungsangebote. Das alte Muster „Unterrichtsentfall und ab ins Schwimmbad“ ist somit auch hier nicht der Weisheit letzter Schluss. Zumal im Unterricht ja auch etwas passiert, das den Schülerinnen und Schülern entgeht, wenn er ausfällt. Es wäre ja paradox, das ganze Schuljahr über den Unterrichtausfall wegen Lehrkräftemangel zu beklagen und dann die letzten sechs Schulwochen regelmäßig Unterricht wegen Hitze ausfallen zu lassen.&nbsp;</p>
<h2 class="h4"><b>Kurz-Schulstunden als Lösung?</b></h2>
<p>Aus diesem Grund gehen immer mehr weiterführende Schulen dazu über, einen Hitze-Stundenplan einzuführen. Die Schulstunde wird grundsätzlich auf 35 Minuten verkürzt, wodurch man 8 Unterrichtsstunden in den Vormittag gepackt bekommt. Somit entfällt nicht aller Nachmittagsunterricht und es besteht zumindest eine Chance auf relativ umfangreiche inhaltliche Vermittlung. Dass ein solcher Hitzestundenplan für alle stressiger ist, weil mehr Fächer in kürzerer Zeit stattfinden, ist ein Nebeneffekt, der bei 33 Grad um 12:25 Uhr nicht gerade zu überbordender Energie in der letzten Kurz-Stunde führt. Aber es ist ein Versuch, das alte Pseudo-Rezept „hitzefrei“ durch etwas Praxistauglicheres zu ersetzen, das außerdem allen zugutekommt. Denn nicht selten waren z.B. an Gymnasien oder beruflichen Schulen die Älteren vom „Hitzefrei-Genuss“ ausgespart.</p>
<h2 class="h4"><b>Alle Hitzekurven zeigen nach oben</b></h2>
<p>Wird es noch schlimmer? Die nackten Zahlen sprechen jedenfalls dafür. Neben den Kenngrößen „Maximaltemperatur im Jahr“ und „Durchschnittstemperatur im Jahr“ spielen beim Thema Hitzebelastung vor allem die „Hitzetage pro Jahr“ eine Rolle. Das sind Tage, an denen die Maximaltemperatur über 30 Grad beträgt. Für Stuttgart Mitte waren das beispielsweise 9 im langjährigen Mittel von 1981 bis 2010 – aber jeweils um die 30 in den vergangenen vier Jahren. Die Trendlinie zeigt hier genauso nach oben wie bei der Durchschnitts- und der Maximaltemperatur. Hoffnung auf eine Umkehr oder eine Stagnation dieser Entwicklung sollte sich niemand machen. Was also Not täte, wäre eine Langfrist-Strategie, wie man auf diese Entwicklung reagiert. Wenn man auch morgen ein Land der Käpsele sein will, sollte man ihre Gehirne in der Schulzeit nicht nur fordern: Sie müssen auch in die Lage versetzt werden, einen kühlen Kopf zu bewahren – nicht erst, wenn entsprechende Arbeitsschutzvorschriften für sie gelten.</p>
<h2 class="h4"><b>Die Arbeitsstätte Klassenzimmer</b></h2>
<p>Und die Lehrkräfte? Für die würden eigentlich die allgemeinen Grundsätze des Arbeitsschutzes gelten. Ab 35 Grad Raumtemperatur wäre damit ein Klassenzimmer nicht mehr für die Arbeit der Lehrkraft zugelassen und es müssten zwingend Gegenmaßnahmen ergriffen werden. Eigentlich. Denn anders als bei anderen Arbeitgebern ist der Dienstherr (das Land Baden-Württemberg) nicht zuständig für die Arbeitsstätte (in Verantwortlichkeit der kommunalen Schulträger). Das führt in der Praxis einerseits zu einem langwierigen Zuständigkeitspoker und andererseits sticht die bereits erwähnte Aufsichtspflicht („verlässliche Grundschule“) den Arbeitsschutz regelmäßig. Das mag Kommunen und Land zwar Investitionen ersparen, es verfestigt aber leider den Eindruck, den viele Eltern und Schülerinnen und Schüler haben: Wenn es um die Kinder geht, wird der Euro zweimal umgedreht, der andererseits für Prestigeprojekte immer noch häufig mit vollen Händen ausgegeben wird.</p>
<p>An der Weiherhof-Grundschule in Deutschlands wärmster Großstadt wurden schon viele Ideen ventiliert. Sonnensegel und Beschattung durch zusätzliche Bäume beispielsweise als niederschwellige Möglichkeiten. Das Wirkungsvollste bei den dünnen Wänden wären große Bäume mit dichtem Blätterdach, damit die Sonnenstrahlen erst gar nicht ans Gebäude kämen. Allein, das dauert sehr lange und die Feuerwehr hat ein Vetorecht, weil der Schulhof Aufstellfläche für Löschfahrzeuge ist. Fünf Bäume wurden es dann. Allerdings aus Kostengründen nicht allzu groß – bis zur schattenspendenden Wirkung werden circa 20 bis 30 Jahre vergehen.&nbsp;</p>
<p>Bis dahin wird sich aber wenigstens rumgesprochen haben: Die Klassenzimmer im Untergeschoss sind auch dann noch unschlagbar kühl … &nbsp;</p>]]></media:description>
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           <description><![CDATA[<div class="h2">Schulgebäude werden im Juli und neuerdings auch schon im Juni zu unfreiwilligen Saunalandschaften – nur ohne Wellness</div>
<p><span style="font-size: 10pt;">Ein Beitrag von Sebastian Kölsch</span><br /><span style="font-size: 10pt;">ehemaliger LEB-Vorsitzender</span></p>
<p><b>Inzwischen kann man die Uhr danach stellen. Jeden Sommer kommt irgendwann die große Medienoffensive rund um „hitzefrei“. Was gilt? Wie funktioniert’s? Wer entscheidet? An der Wirklichkeit geht das aber häufig vorbei: Eltern bauen 2026 häufig auf die Verlässlichkeit von Ganztagsangeboten. Grundschüler um 11:20 Uhr nach Hause schicken wie in der vagen Erinnerung der Älteren noch 1980 gang und gäbe? Heute undenkbar.</b></p>
<p>An der Weiherhof-Grundschule im Freiburger Stadtteil Herdern gibt es Klassenzimmern auf drei Stockwerken. Im Obergeschoss schwitzt man an heißen Tagen schon um 10:30 Uhr. Im Erdgeschoss ist es ein wenig besser, aber irgendwann wird’s auch hier unerträglich. Lediglich im Untergeschoss ist es gut auszuhalten. Eltern, die bei der Einschulung fast verzweifeln, weil die Kinder im Untergeschoss wahlweise auf eine matschige, leidlich grasbewachsene oder bepflanzte Böschung schauen statt Weitblick zu genießen, sind spätestens im Juni versöhnt. Ihre Kinder sind zwar im Keller, aber schwitzen wenigstens nicht.</p>
<p>Die Anfang der 60er-Jahre im Hauruck-Verfahren gebauten Schulgebäude sind energetisch eine Katastrophe. Mit dünnen Wänden, wenig Dachdämmung und lediglich im Erd- und Obergeschoss einer West-Ost-Durchzugmöglichkeit sind sie weder für richtig kalte Winter, noch für richtig heiße Sommer gebaut worden. Erstere gibt es inzwischen nicht mehr, letztere waren 1960 noch nicht vorstellbar.</p>
<h2 class="h4"><b>Mindesterhalt statt Modernisierung</b></h2>
<p>Solche Schulgebäude gibt es zuhauf in Baden-Württemberg. Die Kommunen erhalten die Gebäudesubstanz, versuchen auch bei klammen Kassen abblätternde Farbe, undichte Fenster und katastrophale Toiletten zu verhindern. Manchmal kommt es der Zielgruppe aber lediglich wie Mangelverwaltung vor. Aus notwendiger Modernisierung wird allzu oft Mindesterhaltung.</p>
<p>Wo Schulen über Jahrzehnte ganz stiefmütterlich behandelt wurden, kommt man hin und wieder um einen Neubau nicht herum. Aber geänderte Anforderungen an Schulgebäude, von Digitalität über Differenzierungsräume, Freiarbeitsbereiche oder Räumlichkeiten für den Ganztag und die benötigte Kantine, sind Kostentreiber. Irgendwann setzt die Gemeindekämmerei den Rotstift an und es beginnt das Streichen der Einträge auf der Wunschliste. Bei der Raumlufttechnik bleibt dann oftmals nur das Minimum übrig. Klimaanlagen in Schulen? Wo kämen wir denn da hin …</p>
<h2 class="h4"><b>Klima- und Raumlufttechnik</b></h2>
<p>Aber genau das scheint mittel- bis langfristig an zahlreichen Schulstandorten absolut notwendige Mindestanforderung zu werden. Was bringt das Smartboard in der schönsten Ganztags-Lernlandschaft, wenn die Raumtemperatur konstant über 30 Grad ist? Kein Bürogebäude, kein Verwaltungskomplex kommt heutzutage ohne ausgeklügelte Klimatechnik aus. Schließlich gibt es Arbeitsschutzvorschriften, die eingehalten werden müssen. Kein Arbeitgeber kann sich erlauben, sich nicht daran zu halten. Aber in Schulen gibt es scheinbar keine Vorschriften. Entweder, weil Schule als weniger wichtig als Arbeit angesehen wird – oder weil die Kommunen die Ausgaben scheuen. Denn woher sollten Sie das Geld auch nehmen?</p>
<p>Im Zuge der Corona-Pandemie flackerte kurzfristig mal ein Hoffnungsschimmer auf, dass man das Thema Raumlufttechnik (RLT) an Schulen anpacken könnte. Nachhaltiger als die damals viel diskutierten mobilen Luftfilter wären nämlich zentrale RLT-Anlagen gewesen. Dabei wird in alle Klassenzimmer eine Zu- und eine Abluftleitung gelegt, die einen beständigen Luftaustausch ermöglicht. Neben der reinen Zirkulation, die damals im Fokus stand, können in eine zentrale RLT-Anlage auch temperierende Module eingebaut werden. Dass die Frischluft in den Wintermonaten beispielsweise angewärmt wird, bevor sie in die Klassenräume gepustet wird. Oder eben auch gekühlt – was jetzt gut wäre.</p>
<p>An einigen wenigen Standorten im Land wurde wenigstens geprüft, ob ein nachträglicher Einbau möglich wäre. Je nach Baujahr und Beschaffenheit der Gebäude ist die Nachrüstung im Bestand aber gar nicht so ohne weiteres möglich. Fehlende Raumhöhe für benötigte Abhängungen ist dabei nur eine Komponente. Wo die gegeben ist, stehen manchmal der Denkmalschutz oder bei Bauten neueren Datums gerne auch mal der Star-Architekt entgegen, wenn es um Eingriffe in die Fassade geht. Bürokratieabbau sieht anders aus.</p>
<h2 class="h4"><b>Hitzefrei – ein veraltetes Rezept&nbsp;</b></h2>
<p>Als besonders drängend wird das Problem jedenfalls offenbar nicht angesehen. Es scheint fast, als ob man es die paar Wochen im Jahr, die es betrifft, eher aussitzt, als holistisch an die Sache ranzugehen. Lieber diskutiert man über die Symptombehandlung, als die Ursachen zu akzeptieren und grundlegend gegenzusteuern. Dabei wird gerne auf das altbewährte „hitzefrei“ zurückgegriffen. An der Realität der 2020er-Jahre geht das jedoch komplett vorbei. In Grundschulen darf kein Unterricht ausfallen und die Nachmittagsbetreuung ist sowieso in den gleichen Räumlichkeiten. Wieso sollte dann also die 5. und 6. Stunde gestrichen werden, weil es im Klassenraum zu heiß ist – und die Kinder dann in ebendiesem Raum in der Kernzeit weiterschwitzen?</p>
<p>Auch in der Unterstufe an weiterführenden Schulen verlassen sich Eltern häufig auf Ganztags- oder Betreuungsangebote. Das alte Muster „Unterrichtsentfall und ab ins Schwimmbad“ ist somit auch hier nicht der Weisheit letzter Schluss. Zumal im Unterricht ja auch etwas passiert, das den Schülerinnen und Schülern entgeht, wenn er ausfällt. Es wäre ja paradox, das ganze Schuljahr über den Unterrichtausfall wegen Lehrkräftemangel zu beklagen und dann die letzten sechs Schulwochen regelmäßig Unterricht wegen Hitze ausfallen zu lassen.&nbsp;</p>
<h2 class="h4"><b>Kurz-Schulstunden als Lösung?</b></h2>
<p>Aus diesem Grund gehen immer mehr weiterführende Schulen dazu über, einen Hitze-Stundenplan einzuführen. Die Schulstunde wird grundsätzlich auf 35 Minuten verkürzt, wodurch man 8 Unterrichtsstunden in den Vormittag gepackt bekommt. Somit entfällt nicht aller Nachmittagsunterricht und es besteht zumindest eine Chance auf relativ umfangreiche inhaltliche Vermittlung. Dass ein solcher Hitzestundenplan für alle stressiger ist, weil mehr Fächer in kürzerer Zeit stattfinden, ist ein Nebeneffekt, der bei 33 Grad um 12:25 Uhr nicht gerade zu überbordender Energie in der letzten Kurz-Stunde führt. Aber es ist ein Versuch, das alte Pseudo-Rezept „hitzefrei“ durch etwas Praxistauglicheres zu ersetzen, das außerdem allen zugutekommt. Denn nicht selten waren z.B. an Gymnasien oder beruflichen Schulen die Älteren vom „Hitzefrei-Genuss“ ausgespart.</p>
<h2 class="h4"><b>Alle Hitzekurven zeigen nach oben</b></h2>
<p>Wird es noch schlimmer? Die nackten Zahlen sprechen jedenfalls dafür. Neben den Kenngrößen „Maximaltemperatur im Jahr“ und „Durchschnittstemperatur im Jahr“ spielen beim Thema Hitzebelastung vor allem die „Hitzetage pro Jahr“ eine Rolle. Das sind Tage, an denen die Maximaltemperatur über 30 Grad beträgt. Für Stuttgart Mitte waren das beispielsweise 9 im langjährigen Mittel von 1981 bis 2010 – aber jeweils um die 30 in den vergangenen vier Jahren. Die Trendlinie zeigt hier genauso nach oben wie bei der Durchschnitts- und der Maximaltemperatur. Hoffnung auf eine Umkehr oder eine Stagnation dieser Entwicklung sollte sich niemand machen. Was also Not täte, wäre eine Langfrist-Strategie, wie man auf diese Entwicklung reagiert. Wenn man auch morgen ein Land der Käpsele sein will, sollte man ihre Gehirne in der Schulzeit nicht nur fordern: Sie müssen auch in die Lage versetzt werden, einen kühlen Kopf zu bewahren – nicht erst, wenn entsprechende Arbeitsschutzvorschriften für sie gelten.</p>
<h2 class="h4"><b>Die Arbeitsstätte Klassenzimmer</b></h2>
<p>Und die Lehrkräfte? Für die würden eigentlich die allgemeinen Grundsätze des Arbeitsschutzes gelten. Ab 35 Grad Raumtemperatur wäre damit ein Klassenzimmer nicht mehr für die Arbeit der Lehrkraft zugelassen und es müssten zwingend Gegenmaßnahmen ergriffen werden. Eigentlich. Denn anders als bei anderen Arbeitgebern ist der Dienstherr (das Land Baden-Württemberg) nicht zuständig für die Arbeitsstätte (in Verantwortlichkeit der kommunalen Schulträger). Das führt in der Praxis einerseits zu einem langwierigen Zuständigkeitspoker und andererseits sticht die bereits erwähnte Aufsichtspflicht („verlässliche Grundschule“) den Arbeitsschutz regelmäßig. Das mag Kommunen und Land zwar Investitionen ersparen, es verfestigt aber leider den Eindruck, den viele Eltern und Schülerinnen und Schüler haben: Wenn es um die Kinder geht, wird der Euro zweimal umgedreht, der andererseits für Prestigeprojekte immer noch häufig mit vollen Händen ausgegeben wird.</p>
<p>An der Weiherhof-Grundschule in Deutschlands wärmster Großstadt wurden schon viele Ideen ventiliert. Sonnensegel und Beschattung durch zusätzliche Bäume beispielsweise als niederschwellige Möglichkeiten. Das Wirkungsvollste bei den dünnen Wänden wären große Bäume mit dichtem Blätterdach, damit die Sonnenstrahlen erst gar nicht ans Gebäude kämen. Allein, das dauert sehr lange und die Feuerwehr hat ein Vetorecht, weil der Schulhof Aufstellfläche für Löschfahrzeuge ist. Fünf Bäume wurden es dann. Allerdings aus Kostengründen nicht allzu groß – bis zur schattenspendenden Wirkung werden circa 20 bis 30 Jahre vergehen.&nbsp;</p>
<p>Bis dahin wird sich aber wenigstens rumgesprochen haben: Die Klassenzimmer im Untergeschoss sind auch dann noch unschlagbar kühl … &nbsp;</p>]]></description>
           <author>vorsitz@leb-bw.de (Sebastian Kölsch)</author>
           <category>SiB, Schuljahr 2025/26, Nr 6, Juli 2026</category>
           <pubDate>Fri, 10 Jul 2026 10:00:30 +0200</pubDate>
       </item>
              <item>
           <title>Die Zauberfrage</title>
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           <media:title type="plain">Die Zauberfrage</media:title>
           <media:description type="html"><![CDATA[<div class="h2">Wie die einfache Frage „Was brauchst du?“ zu Verständnis einerseits und Verstandenfühlen andererseits führt</div>
<p><span style="font-size: 10pt;">Ein Beitrag von&nbsp;Matthias Zeitler<b><br /></b>Lehrer an einer Werkrealschule</span></p>
<p><b>In meinen Vorträgen und Fortbildungen beginnt eine der häufigsten Fragen mit: „Matthias, wie würdest du das lösen, wenn …“ Meistens geht es dabei um Unterrichtsstörungen, herausforderndes Verhalten oder psychische Probleme von Schülerinnen und Schülern.</b></p>
<p>Das Problem an der Frage ist, dass alle geschilderten Situationen sehr individuell sind. Ich bin weder in der konkreten Situation dabei, kann also die Rahmenbedingungen nicht genau einschätzen, noch kenne ich die Kinder und Jugendlichen persönlich. Eine Ferndiagnose ist demnach extrem schwer. Das wäre so, als würde ich beim Arzt anrufen und er würde mir ungesehen einfach starke Medikamente verschreiben.</p>
<p>Weil die Situationen dermaßen individuell sind, kann es keine pauschale Antwort als Allheilmittel und endgültige Lösung geben. Außer die Frage: <b>„Was brauchst du gerade?“</b></p>
<h2 class="h4"><strong>Gesprächsangebote schaffen</strong></h2>
<p>Diese Frage hilft, weil sie nicht einfach nur eine Nachfrage ist. Sie zeigt ehrliches Interesse und Verständnis. Sie impliziert die Bereitschaft die Perspektive des anderen sehen und verstehen zu wollen. Diese Frage öffnet Räume und schafft Gesprächsangebote.</p>
<p>Abwandlungen der Frage könnten sein:</p>
<ul>
<li>„Wie fühlst du dich bei …?“</li>
<li>„Wovor hast du Angst/Was macht dir besonders Sorgen?“</li>
<li>„Was könnte schlimmstenfalls/bestenfalls passieren, wenn du …?“</li>
<li>„Wenn du etwas ändern könntest, was wäre das?“</li>
<li>„Was fällt dir gerade so schwer?“</li>
<li>„Was belastet dich?“</li>
<li>„Wobei brauchst du Hilfe?“</li>
<li>„Was gefällt dir (nicht) in der Situation?“</li>
<li>„Was brauchst du, damit die Situation für dich besser wird?“</li>
</ul>
<p>Mit dieser Frage löse ich fast alle meiner Probleme im Unterricht.&nbsp;</p>
<h2 class="h4"><strong>Einfach mal zuhören …</strong></h2>
<p>Eine wichtige Sache habe ich in dem Zusammenhang von einem ehemaligen Schüler gelernt, den ich gefragt habe, was er bräuchte, damit er sich Erwachsenen mehr öffnen würde. Seine Antwort: „Einfach nur mal zuhören und die Fresse halten!“ Viel zu schnell fühlte er sich überrollt und bevormundet von Ratschlägen von Erwachsenen. Das bedeutet, die beste und einfachste Methode, um Druckquellen abzufangen, ist es also, Gesprächsanlässe und zeitgleich einen Safe Space zu bieten und diesen ebenfalls zu kommunizieren. Jedes Gefühl, jeder Redeschwall, jedes Schweigen ist erlaubt und sogar erwünscht.</p>
<p>Wenn Schülerinnen und Schüler nicht in die Lernphase kommen und sich und andere ablenken, könnte ich natürlich böse werden oder schimpfen. Oder ich mache das einfach nicht und stelle die Zauberfrage.</p>
<h2 class="h4"><strong>Der störende Spiegel</strong></h2>
<p>Während meines Unterrichts sah ich, wie eine Schülerin ihren Schminkspiegel auspackte. Ich habe erstmal Verständnis, wenn das einigermaßen unauffällig passiert. Offensichtlich haben Teenagerinnen das Bedürfnis zu gucken, ob noch alles passt. Solange das binnen einer kurzen Zeit erledigt ist und der Spiegel wieder wegkommt, ist mir das ehrlich gesagt egal. Nun erkläre ich aber schon einige Minuten und immer wieder fällt mein Blick auf die Schülerin, die sehr konzentriert an ihrer Nase herumfummelt und besorgt wirkt. Ich merke, wie sie mich damit zunehmend aus dem Konzept bringt.&nbsp;</p>
<p>Anstatt sie nun anzuschreien, was das mit dem Spiegel in meinem Unterricht soll, sage ich: „Du, das irritiert mich gerade sehr. Was brauchst du denn gerade?“ Sie erklärte mir, sie war mit dem Ärmel an ihrem neuen Nasenpiercing hängen geblieben und hatte nun Sorge gehabt, ob noch alles okay sei. Ich schlug ihr vor kurz auf die Toilette gehen und dort das Ganze lösen.&nbsp;</p>
<p>Eine absolute Win-Win-Situation! Die Schülerin war sichtlich erleichtert, fühlte sich gesehen, ging aus dem Raum und kam kurze Zeit später wieder zufrieden zurück. Die Klasse und ich konnten ungestört weitermachen und sie sich danach wieder beruhigt auf den Unterricht einlassen.</p>
<h2 class="h4"><strong>Wertschätzung statt Vorwürfe</strong></h2>
<p>Wenn man Kinder wertschätzend und ohne Vorwürfe fragt, woran es denn liegt, dass zum Beispiel die Klassenarbeit nun besser oder schlechter ausgefallen ist, haben die meisten schon selbst eine gute Idee davon. Mögliche Faktoren, die auch schon Grundschulkinder gut benennen können, sind: der Grad der Ablenkung im Klassenzimmer, die Dauer der Konzentration, die Art der Vorbereitung, der Grad der Nervosität, Krankheit, Unwohlsein, Interesse am Fach oder Inhalt oder die Dauer der Vorbereitung. Wenn ihr gemeinsam diese Faktoren herausgefunden habt, ist die wichtigste Frage: „Was brauchst du, damit es nächstes Mal besser ist/genauso bleibt?“</p>
<p>Versetzen wir uns doch mal in die Lage der Kinder und Jugendlichen, die im schulischen Kontext unter Leistungsdruck und Stress leiden. Sie nehmen wahr, dass ständig irgendjemand etwas von ihnen will. Sie spüren jeden Tag, dass Schule zwar leistungsorientiert, aber gleichzeitig überhaupt nicht emotions- oder gesundheitsorientiert ist. Und das, obwohl wir wissen, dass qualitativ hochwertige Leistung nur durch Begeisterung in einem gesunden Menschen entsteht.&nbsp;</p>
<p>Es kommt mehr oder weniger unterbewusst bei ihnen an: „Ich soll Leistung für die Zukunft des Landes erbringen, aber wie es mir dabei geht, ist der Gesellschaft eigentlich egal, weil ich zu einer Minderheit gehöre.“</p>
<p>Die Frage: „Was brauchst du?“ ermöglicht den Kindern und Jugendlichen mitbestimmen zu können, wie sie besser lernen können. Letztendlich ist dies ein Schritt Richtung Selbstreguliertes Lernen.</p>
<h2 class="h4"><strong>Gemeinsam Lösungen erarbeiten</strong></h2>
<p>Wenn wir mit Kindern und Jugendlichen offene Gespräche über schulische Herausforderungen führen, zeigt das, dass sie mit ihren Sorgen gehört werden. Gemeinsam kann man nun Lösungen erarbeiten, ohne zusätzlichen Druck auszuüben. Fragen wie „Wie fühlst du dich dabei?“ oder „Wie könnte ich dir helfen?“ stärken das Vertrauen und fördern eine positive Beziehung.&nbsp;</p>
<p>Die Frage beinhaltet noch etwas anderes. Sie macht deutlich, dass die Erwachsenen ehrliches Intresse haben und dem Gegenüber nicht ihre Idee davon überstülpen wollen, wie sie beispielsweise besser zu lernen und sich besser zu konzentrieren zu haben. Letztendlich lernen sie sogar weniger, wenn wir sie ständig überwachen und sie nur unser Verhalten reproduzieren oder Erwartungen erfüllen. Wenn wir die Rolle des Unterstützers einnehmen, sind wir auf Augenhöhe und machen deutlich: „Wir gehen hier gemeinsam durch. Egal was passiert, ich bin an deiner Seite. Aber du gehst voran. Du bestimmst das Tempo und wohin du gehst.“ Wenn das Kind die Laufrichtung vorgeben darf, bedeutet das automatisch, dass es auch Irrwege gehen, in Sackgassen laufen oder komplizierte Umwege gehen darf. Auch Abkürzungen sind denkbar. Das alles steckt in „Was brauchst du gerade?“ Der Unterschied zur Kontrolle „Mach das jetzt so!“ ist, dass das Kind die Sicherheit hat, dass man es begleitet und ihm nichts passieren kann, es aber selbst herausfinden darf, welcher Weg für es selbst gut funktioniert. In der Rolle des Kontrolleurs wäre man gleichzeitig auch ein Korrektiv, das ständig ruft: „Nein, da nicht lang. Hast du schon daran gedacht, dass …“</p>
<p>In der Antwort auf die Zauberfrage sind alle Gefühle, Sorgen und Themen der Schülerinnen und Schüler willkommen. Zu oft haben wir als Ewachsene Angst davor, keine Antworten auf schwierige Situationen und Fragen zu haben. Aber genau das ist doch auch erlaubt. Unsicherheit schafft es nur, wenn wir anfangen, uns aus der Lage peinlich herausreden zu wollen, anstatt zu sagen: „Danke, dass du das mit mir teilst. Ich würde dir gerne eine kluge Antwort darauf geben. Momentan habe ich aber keine. Was brauchst du denn von mir, was dir guttun würde?“</p>
<h2 class="h4"><strong>Die Zauberfrage – auch ein Ausweg</strong></h2>
<p>Als eine Schülerin aufgelöst auf mich zukam und sich über eine andere Lehrkraft beschwerte, war ich in einem totalen Loyalitätskonflikt, zumal ich ja gerade nur eine Seite der Geschichte kannte. Ich fragte sie also: „Was brauchst du denn jetzt von mir?“ Und ihre Antwort erschien mir für uns beide sehr erleichternd: „Nichts! Ich wollte mich nur mal auskotzen.“ Kurze Zeit später kam sie wieder zu mir und berichtete, dass sie das Problem mit der Lehrkraft allein geregelt hatte.</p>
<p>Wenn wir also das nächste Mal spüren, dass Kinder und Jugendliche nicht weiterkommen oder auffällig werden, lasst uns die Zauberfrage: „Was brauchst du gerade?“ stellen und dann einfach mal zuhören. Und natürlich haben Grundschulkinder nicht immer eine tolle Antwort parat, aber dann können wir ja immer fragen, ob sie offen für Ideen und Angebote aus erwachsener Perspektive sind.</p>
<p class="alert-dark" style="padding: 20px;"><b>Zum Autor<br /></b>Moderator, Fortbildner und Lehrer: Matthias Zeitler ist alles drei und eigentlich liegen die Professionen ja sehr nah beieinander. Auf Instagram zählt er zu den Bildungsinfluencern aus dem (Insta-)Lehrerzimmer, einen Podcast hat er auch und das erste Buch ist geschrieben. Mit seiner Schwäche für Hüte und Kappen ist er immer leicht zu erkennen und von sich selbst sagt er: „Ich liebe Musik und Livekonzerte. Daher fühle ich mich im Schulsystem und auf der Bühne auch manchmal wie ein Punkrocker.“</p>]]></media:description>
                      <guid isPermaLink="true">https://leb-bw.de/infos-downloads/schule-im-blickpunkt/schuljahr-2025-26/sib-schuljahr-2025-26-nr-6-juli-2026/1092-die-zauberfrage?format=html</guid>
           <description><![CDATA[<div class="h2">Wie die einfache Frage „Was brauchst du?“ zu Verständnis einerseits und Verstandenfühlen andererseits führt</div>
<p><span style="font-size: 10pt;">Ein Beitrag von&nbsp;Matthias Zeitler<b><br /></b>Lehrer an einer Werkrealschule</span></p>
<p><b>In meinen Vorträgen und Fortbildungen beginnt eine der häufigsten Fragen mit: „Matthias, wie würdest du das lösen, wenn …“ Meistens geht es dabei um Unterrichtsstörungen, herausforderndes Verhalten oder psychische Probleme von Schülerinnen und Schülern.</b></p>
<p>Das Problem an der Frage ist, dass alle geschilderten Situationen sehr individuell sind. Ich bin weder in der konkreten Situation dabei, kann also die Rahmenbedingungen nicht genau einschätzen, noch kenne ich die Kinder und Jugendlichen persönlich. Eine Ferndiagnose ist demnach extrem schwer. Das wäre so, als würde ich beim Arzt anrufen und er würde mir ungesehen einfach starke Medikamente verschreiben.</p>
<p>Weil die Situationen dermaßen individuell sind, kann es keine pauschale Antwort als Allheilmittel und endgültige Lösung geben. Außer die Frage: <b>„Was brauchst du gerade?“</b></p>
<h2 class="h4"><strong>Gesprächsangebote schaffen</strong></h2>
<p>Diese Frage hilft, weil sie nicht einfach nur eine Nachfrage ist. Sie zeigt ehrliches Interesse und Verständnis. Sie impliziert die Bereitschaft die Perspektive des anderen sehen und verstehen zu wollen. Diese Frage öffnet Räume und schafft Gesprächsangebote.</p>
<p>Abwandlungen der Frage könnten sein:</p>
<ul>
<li>„Wie fühlst du dich bei …?“</li>
<li>„Wovor hast du Angst/Was macht dir besonders Sorgen?“</li>
<li>„Was könnte schlimmstenfalls/bestenfalls passieren, wenn du …?“</li>
<li>„Wenn du etwas ändern könntest, was wäre das?“</li>
<li>„Was fällt dir gerade so schwer?“</li>
<li>„Was belastet dich?“</li>
<li>„Wobei brauchst du Hilfe?“</li>
<li>„Was gefällt dir (nicht) in der Situation?“</li>
<li>„Was brauchst du, damit die Situation für dich besser wird?“</li>
</ul>
<p>Mit dieser Frage löse ich fast alle meiner Probleme im Unterricht.&nbsp;</p>
<h2 class="h4"><strong>Einfach mal zuhören …</strong></h2>
<p>Eine wichtige Sache habe ich in dem Zusammenhang von einem ehemaligen Schüler gelernt, den ich gefragt habe, was er bräuchte, damit er sich Erwachsenen mehr öffnen würde. Seine Antwort: „Einfach nur mal zuhören und die Fresse halten!“ Viel zu schnell fühlte er sich überrollt und bevormundet von Ratschlägen von Erwachsenen. Das bedeutet, die beste und einfachste Methode, um Druckquellen abzufangen, ist es also, Gesprächsanlässe und zeitgleich einen Safe Space zu bieten und diesen ebenfalls zu kommunizieren. Jedes Gefühl, jeder Redeschwall, jedes Schweigen ist erlaubt und sogar erwünscht.</p>
<p>Wenn Schülerinnen und Schüler nicht in die Lernphase kommen und sich und andere ablenken, könnte ich natürlich böse werden oder schimpfen. Oder ich mache das einfach nicht und stelle die Zauberfrage.</p>
<h2 class="h4"><strong>Der störende Spiegel</strong></h2>
<p>Während meines Unterrichts sah ich, wie eine Schülerin ihren Schminkspiegel auspackte. Ich habe erstmal Verständnis, wenn das einigermaßen unauffällig passiert. Offensichtlich haben Teenagerinnen das Bedürfnis zu gucken, ob noch alles passt. Solange das binnen einer kurzen Zeit erledigt ist und der Spiegel wieder wegkommt, ist mir das ehrlich gesagt egal. Nun erkläre ich aber schon einige Minuten und immer wieder fällt mein Blick auf die Schülerin, die sehr konzentriert an ihrer Nase herumfummelt und besorgt wirkt. Ich merke, wie sie mich damit zunehmend aus dem Konzept bringt.&nbsp;</p>
<p>Anstatt sie nun anzuschreien, was das mit dem Spiegel in meinem Unterricht soll, sage ich: „Du, das irritiert mich gerade sehr. Was brauchst du denn gerade?“ Sie erklärte mir, sie war mit dem Ärmel an ihrem neuen Nasenpiercing hängen geblieben und hatte nun Sorge gehabt, ob noch alles okay sei. Ich schlug ihr vor kurz auf die Toilette gehen und dort das Ganze lösen.&nbsp;</p>
<p>Eine absolute Win-Win-Situation! Die Schülerin war sichtlich erleichtert, fühlte sich gesehen, ging aus dem Raum und kam kurze Zeit später wieder zufrieden zurück. Die Klasse und ich konnten ungestört weitermachen und sie sich danach wieder beruhigt auf den Unterricht einlassen.</p>
<h2 class="h4"><strong>Wertschätzung statt Vorwürfe</strong></h2>
<p>Wenn man Kinder wertschätzend und ohne Vorwürfe fragt, woran es denn liegt, dass zum Beispiel die Klassenarbeit nun besser oder schlechter ausgefallen ist, haben die meisten schon selbst eine gute Idee davon. Mögliche Faktoren, die auch schon Grundschulkinder gut benennen können, sind: der Grad der Ablenkung im Klassenzimmer, die Dauer der Konzentration, die Art der Vorbereitung, der Grad der Nervosität, Krankheit, Unwohlsein, Interesse am Fach oder Inhalt oder die Dauer der Vorbereitung. Wenn ihr gemeinsam diese Faktoren herausgefunden habt, ist die wichtigste Frage: „Was brauchst du, damit es nächstes Mal besser ist/genauso bleibt?“</p>
<p>Versetzen wir uns doch mal in die Lage der Kinder und Jugendlichen, die im schulischen Kontext unter Leistungsdruck und Stress leiden. Sie nehmen wahr, dass ständig irgendjemand etwas von ihnen will. Sie spüren jeden Tag, dass Schule zwar leistungsorientiert, aber gleichzeitig überhaupt nicht emotions- oder gesundheitsorientiert ist. Und das, obwohl wir wissen, dass qualitativ hochwertige Leistung nur durch Begeisterung in einem gesunden Menschen entsteht.&nbsp;</p>
<p>Es kommt mehr oder weniger unterbewusst bei ihnen an: „Ich soll Leistung für die Zukunft des Landes erbringen, aber wie es mir dabei geht, ist der Gesellschaft eigentlich egal, weil ich zu einer Minderheit gehöre.“</p>
<p>Die Frage: „Was brauchst du?“ ermöglicht den Kindern und Jugendlichen mitbestimmen zu können, wie sie besser lernen können. Letztendlich ist dies ein Schritt Richtung Selbstreguliertes Lernen.</p>
<h2 class="h4"><strong>Gemeinsam Lösungen erarbeiten</strong></h2>
<p>Wenn wir mit Kindern und Jugendlichen offene Gespräche über schulische Herausforderungen führen, zeigt das, dass sie mit ihren Sorgen gehört werden. Gemeinsam kann man nun Lösungen erarbeiten, ohne zusätzlichen Druck auszuüben. Fragen wie „Wie fühlst du dich dabei?“ oder „Wie könnte ich dir helfen?“ stärken das Vertrauen und fördern eine positive Beziehung.&nbsp;</p>
<p>Die Frage beinhaltet noch etwas anderes. Sie macht deutlich, dass die Erwachsenen ehrliches Intresse haben und dem Gegenüber nicht ihre Idee davon überstülpen wollen, wie sie beispielsweise besser zu lernen und sich besser zu konzentrieren zu haben. Letztendlich lernen sie sogar weniger, wenn wir sie ständig überwachen und sie nur unser Verhalten reproduzieren oder Erwartungen erfüllen. Wenn wir die Rolle des Unterstützers einnehmen, sind wir auf Augenhöhe und machen deutlich: „Wir gehen hier gemeinsam durch. Egal was passiert, ich bin an deiner Seite. Aber du gehst voran. Du bestimmst das Tempo und wohin du gehst.“ Wenn das Kind die Laufrichtung vorgeben darf, bedeutet das automatisch, dass es auch Irrwege gehen, in Sackgassen laufen oder komplizierte Umwege gehen darf. Auch Abkürzungen sind denkbar. Das alles steckt in „Was brauchst du gerade?“ Der Unterschied zur Kontrolle „Mach das jetzt so!“ ist, dass das Kind die Sicherheit hat, dass man es begleitet und ihm nichts passieren kann, es aber selbst herausfinden darf, welcher Weg für es selbst gut funktioniert. In der Rolle des Kontrolleurs wäre man gleichzeitig auch ein Korrektiv, das ständig ruft: „Nein, da nicht lang. Hast du schon daran gedacht, dass …“</p>
<p>In der Antwort auf die Zauberfrage sind alle Gefühle, Sorgen und Themen der Schülerinnen und Schüler willkommen. Zu oft haben wir als Ewachsene Angst davor, keine Antworten auf schwierige Situationen und Fragen zu haben. Aber genau das ist doch auch erlaubt. Unsicherheit schafft es nur, wenn wir anfangen, uns aus der Lage peinlich herausreden zu wollen, anstatt zu sagen: „Danke, dass du das mit mir teilst. Ich würde dir gerne eine kluge Antwort darauf geben. Momentan habe ich aber keine. Was brauchst du denn von mir, was dir guttun würde?“</p>
<h2 class="h4"><strong>Die Zauberfrage – auch ein Ausweg</strong></h2>
<p>Als eine Schülerin aufgelöst auf mich zukam und sich über eine andere Lehrkraft beschwerte, war ich in einem totalen Loyalitätskonflikt, zumal ich ja gerade nur eine Seite der Geschichte kannte. Ich fragte sie also: „Was brauchst du denn jetzt von mir?“ Und ihre Antwort erschien mir für uns beide sehr erleichternd: „Nichts! Ich wollte mich nur mal auskotzen.“ Kurze Zeit später kam sie wieder zu mir und berichtete, dass sie das Problem mit der Lehrkraft allein geregelt hatte.</p>
<p>Wenn wir also das nächste Mal spüren, dass Kinder und Jugendliche nicht weiterkommen oder auffällig werden, lasst uns die Zauberfrage: „Was brauchst du gerade?“ stellen und dann einfach mal zuhören. Und natürlich haben Grundschulkinder nicht immer eine tolle Antwort parat, aber dann können wir ja immer fragen, ob sie offen für Ideen und Angebote aus erwachsener Perspektive sind.</p>
<p class="alert-dark" style="padding: 20px;"><b>Zum Autor<br /></b>Moderator, Fortbildner und Lehrer: Matthias Zeitler ist alles drei und eigentlich liegen die Professionen ja sehr nah beieinander. Auf Instagram zählt er zu den Bildungsinfluencern aus dem (Insta-)Lehrerzimmer, einen Podcast hat er auch und das erste Buch ist geschrieben. Mit seiner Schwäche für Hüte und Kappen ist er immer leicht zu erkennen und von sich selbst sagt er: „Ich liebe Musik und Livekonzerte. Daher fühle ich mich im Schulsystem und auf der Bühne auch manchmal wie ein Punkrocker.“</p>]]></description>
           <author>vorsitz@leb-bw.de (Sebastian Kölsch)</author>
           <category>SiB, Schuljahr 2025/26, Nr 6, Juli 2026</category>
           <pubDate>Fri, 10 Jul 2026 09:58:01 +0200</pubDate>
       </item>
              <item>
           <title>... und Lernen macht Spaß</title>
           <link>https://leb-bw.de/infos-downloads/schule-im-blickpunkt/schuljahr-2025-26/sib-schuljahr-2025-26-nr-6-juli-2026/1091-und-lernen-macht-spass?format=html</link>
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           <media:title type="plain">... und Lernen macht Spaß</media:title>
           <media:description type="html"><![CDATA[<div class="h2">So stärkt die Lernmethode DigitalSchoolStory unsere Kinder</div>
<p><span style="font-size: 10pt;">Ein Beitrag von Nina I. Mülhens<b><br /></b>Mitgründerin DigitalSchoolStory</span></p>
<p><b>Wir sehen es täglich: Die Kids schauen gebannt aufs Handy, doch wenn es um den Lernstoff geht, klinken sie sich aus. Lässt sich die Neugier, die wir online erleben, ins Klassenzimmer holen? Und wie können wir junge Menschen stark machen, zwischen Fakt und Fake zu unterscheiden?</b></p>
<p>Soziale Medien sind für viele Eltern und Lehrkräfte ein rotes Tuch, weil sie immer mehr Einfluss auf junge Menschen haben. Für einen mündigen Umgang mit den Plattformen setzt das gemeinnützige Bildungs-Start-up DigitalSchoolStory auf eine Methode, die die Begeisterung der Jugendlichen als Lernressource nutzt.</p>
<p>Lachen, laufende Kameras und ein „Lasst uns das probieren!“ In einer achten Klasse der Realschule ist der Spaß am Lernen spürbar. Die Jugendlichen entwickeln in selbstorganisierten Teams kurze Videos im Social-Media-Stil. Ein Kontrast zum Frontalunterricht. Und ein typisches Bild für die Arbeit mit der Lernmethode DigitalSchoolStory.</p>
<h2 class="h4"><strong>Sind unsere Kinder fit für eine unsichere Zukunft?</strong></h2>
<p>Draußen rasanter Wandel: KI, Communities, mediale Trends. In vielen Klassenzimmern dagegen: Arbeitsblätter, Einzelbenotung, Klausurmarathon. Frust und Zweifel kommen auf: „Hat das Gelernte überhaupt etwas mit meiner Zukunft zu tun?“</p>
<p>Gleichzeitig wächst der Druck auf Jugendliche, was die Zeit nach der Schule angeht: Berufsbilder ändern sich schneller als der Lehrplan. Unternehmen suchen kompetenten Nachwuchs, während Jugendliche oft orientierungslos sind, was ihre Zukunft angeht.</p>
<p>Wie kann Schule junge Menschen fit machen für eine unsichere Zukunft? Und das, ohne zu überfordern? Eine Antwort darauf liefert DigitalSchoolStory (DSS): eine Lernmethode, die Zukunftskompetenzen fördert und Spaß am Lernen weckt.</p>
<h2 class="h4"><strong>Raus aus der Konsumhaltung, rein ins Reflektieren und Ausprobieren!</strong></h2>
<p>DSS ist eine Lernmethode, bei der Jugendliche in selbstorganisierten Teams von vier bis sechs Schülerinnen und Schülern kurze Videos zu Unterrichtsthemen oder gesellschaftlichen Fragen produzieren. Die Videos erinnern an TikTok oder Instagram Reels, Formate, in die Jugendliche in ihrer Freizeit begeistert eintauchen. Das Entscheidende: Schülerinnen und Schüler gestalten selbst, statt zu konsumieren.</p>
<p>Sie überlegen im Team:</p>
<ul>
<li>Wie erzählen wir ein Thema spannend und verständlich?</li>
<li>Welche Informationen brauchen wir dazu?</li>
<li>Wie werden Fakten eine Geschichte, die andere interessiert?</li>
</ul>
<p>Dabei lernen sie nicht nur den Stoff selbst besser, sondern entwickeln nebenbei Fähigkeiten, die sie später dringend brauchen, die sogenannten 4K+Kompetenzen: Kreativität, Kollaboration, Kommunikation, kritisches Denken und Medienkompetenz. Wie wirksam die DSS-Methode diese Zukunftskompetenzen verankert, hat das Fraunhofer-Institut für Angewandte Informationstechnik (FIT) wissenschaftlich bestätigt.</p>
<h2 class="h4"><strong>Warum ist das gerade jetzt wichtig?</strong></h2>
<p><b>1. Jugendliche verbringen viel Zeit im Netz – aber oft passiv</b></p>
<p>Studien zeigen: Jugendliche nutzen soziale Medien überwiegend konsumierend. Der nächste Clip kommt automatisch, die nächste Meinung gleich dazu. DSS dreht dieses Muster um: Jugendliche lernen, zu hinterfragen, selbst zu gestalten, Verantwortung zu übernehmen. Das sind Fähigkeiten, die im digitalen Alltag zählen.</p>
<p><b>2. Schule braucht neue Wege, die zum Lernen motivieren</b><br />Viele Jugendliche erleben den Unterricht als fern von ihrer Lebenswelt. DSS schlägt eine Brücke und zeigt ihnen, dass sie mit ihrer Sicht etwas Wertvolles beitragen. Lernen wird zu einem Prozess, der Spaß macht und Raum für Persönlichkeit und Teamentwicklung lässt.</p>
<p><b>3. Kreativität und kritisches Denken als Schlüssel im KI-Zeitalter</b><br />In einer Arbeitswelt, die sich durch KI rasant verändert, werden Fähigkeiten wie Innovations­fähigkeit, Problemlösen, kritisches Hinterfragen und Perspektivwechsel immer wichtiger. DSS trainiert diese Kompetenzen, unabhängig vom Thema.</p>
<p><b>4. Demokratiebildung und digitale Verantwortung für eine starke Gesellschaft</b><br />Hass im Netz, Fake News, Polarisierung. Wie können wir Jugendliche darauf vorbereiten, im Internet sicher und verantwortungsvoll unterwegs zu sein? Bei DSS lernen Jugendliche, wie sie Fakten prüfen, respektvoll und konstruktives Feedback geben und für ihre Sicht eintreten.</p>
<h2 class="h4"><strong>Wie läuft ein Projekt mit DigitalSchoolStory ab?</strong></h2>
<p>In kleinen Teams entwickeln Jugendliche über mehrere Wochen kurze Videos, von der Recherche über die Produktion bis zur Nachbearbeitung.</p>
<p>Entwickelt wurde die Methode für Schülerinnen und Schüler der Jahrgänge 5 – 13. Sie kann in jedem Fach eingesetzt werden sowie in der Berufsorientierung, der Demokratie- und Wertebildung. Inzwischen haben auch Hoch- und Berufsschulen die Methode in ihren Lehrplan integriert.</p>
<p>Eine Schritt-für-Schritt-Anleitung führt durch die Umsetzung in drei Phasen.</p>
<p><strong>Phase 1</strong> („Connect &amp; Condensate“): <br />Jedes Team bestimmt ein Thema, recherchiert eigenständig und entwirft den roten Faden.</p>
<p><strong>Phase 2</strong> („Collaborate &amp; Co-Create“): <br />Das Team produziert mit einfachen Mitteln ein Kurzvideo. Dabei lernen die Jugendlichen, sich selbst zu organisieren und Feedback umzusetzen. Ein Highlight ist für viele, dass erfahrene Video-Stars (Creator) Tipps geben und Einblicke in die Mechanismen sozialer Netzwerke teilen.</p>
<p><strong>Phase 3</strong> („Consolidate &amp; Communicate“): <br />Mit den Tipps im Blick verfeinern die Jugendlichen ihr Video, bevor sie das Ergebnis in der Klasse präsentieren.</p>
<h2 class="h4"><strong>Jetzt auch noch Videos im Klassenzimmer?</strong></h2>
<p>Verständlich, dass Eltern erst einmal fragen: „Ist das wirklich Lernen?“ Die Erfahrung zeigt: Jugendliche lernen auf diese Weise intensiver, nachhaltiger und mit mehr Freude.</p>
<p>Sie erleben:</p>
<ul>
<li>Selbstwirksamkeit, Teamgeist und Eigenverantwortung</li>
<li>Medienkompetenz statt Medienkonsum</li>
<li>Respektvollen Umgang im Miteinander</li>
<li>Mut und Experimentierfreude</li>
</ul>
<p>Eltern stellen fest, dass Jugendliche plötzlich begeistert über den Unterricht sprechen und stolz auf die eigene Arbeit sind. Schulen erleben, dass Motivation und Lernatmosphäre sich durch DSS verbessern und die Klassengemeinschaft gestärkt wird.</p>
<p>Gerade in Zeiten von politischen Unsicherheiten, technologischem Wandel und neuen Anforderungen in der Arbeitswelt brauchen Schulen Methoden, die junge Menschen stark machen, mitzugestalten. DigitalSchoolStory ist eine davon.</p>
<h2 class="h4"><strong>Lernen neu erleben und selbst gestalten</strong></h2>
<p>Die Methode verändert, wie Jugendliche Lernen erleben: als etwas, das sie selbst gestalten, das ihre Welt einbezieht, und das ihnen zeigt: „Ich kann etwas. Ich habe eine Stimme. Und meine Ideen zählen.“ Für viele Jugendliche ist das der wichtigste Lernschritt überhaupt.</p>
<p>Entwickelt wurde die Methode in einem Hackathon 2020. Seitdem macht der Ansatz Schule: Über 16.000 Jugendliche in allen Bundesländern haben bereits mit DSS ihre Kompetenzen gestärkt. Für ihr Wirken wurde die Organisation 2023 mit dem Corporate Digital Responsibility Award ausgezeichnet.</p>
<h2 class="h4"><strong>DigitalSchoolStory an die eigene Schule holen</strong></h2>
<p>Für Eltern, Schulen und Arbeitgeber in der Region bietet die Methode eine Chance, den Wandel des Lernens gemeinsam zu gestalten. Die Finanzierung erfolgt oft über die Fördervereine oder über Unternehmen in der Region. Als gemeinnütziges Start-up kooperiert DigitalSchoolStory zudem mit Stiftungen und Förderpartnern aus der Wirtschaft, die Projekte themenbezogen oder regional fördern, zum Beispiel in der Demokratiebildung.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p class="alert-info" style="padding: 20px;"><b>Weiterlesen</b><br />DigitalSchoolStory macht junge Menschen von reinen Social Media-Konsumenten zu aktiven Gestaltern im Netz. Mit Themenideen von Grundgesetzwissen und Faktenchecking über digitale Kompetenzen bis hin zu Sprachförderung oder Berufsorientierung: Neben der Idee, die Schülerinnen und Schüler ins Gestalten zu bringen, fördert ein Projekt mit DigitalSchoolStory auch „klassische“ Wissensvermittlung. <br />Auf der Website gibt es Praxisbesipiele und alle Infos, wie man an der eigenen Schule loslegt:<br /><strong><a href="https://t1p.de/digitalschool" target="_blank" rel="noopener">t1p.de/digitalschool</a></strong></p>
<p class="alert-dark" style="padding: 20px;"><b>Zur Autorin<br /></b>Nina Mülhens ist Geschäftsführerin und Mitgründerin der DigitalSchoolStory gGmbH. Mit ihrer Arbeit setzt sie sich dafür ein, Bildung zeitgemäß zu gestalten und Schülerinnen und Schülern eine starke Stimme in der digitalen Welt zu geben. Ihr Fokus liegt auf innovativen Lernformaten, die Kreativität, Medienkompetenz und unternehmerisches Denken fördern. Mit DigitalSchoolStory im hessischen Bad Homburg zeigt sie außerdem, dass Innovation auch außerhalb Berlins stattfindet …</p>]]></media:description>
                      <guid isPermaLink="true">https://leb-bw.de/infos-downloads/schule-im-blickpunkt/schuljahr-2025-26/sib-schuljahr-2025-26-nr-6-juli-2026/1091-und-lernen-macht-spass?format=html</guid>
           <description><![CDATA[<div class="h2">So stärkt die Lernmethode DigitalSchoolStory unsere Kinder</div>
<p><span style="font-size: 10pt;">Ein Beitrag von Nina I. Mülhens<b><br /></b>Mitgründerin DigitalSchoolStory</span></p>
<p><b>Wir sehen es täglich: Die Kids schauen gebannt aufs Handy, doch wenn es um den Lernstoff geht, klinken sie sich aus. Lässt sich die Neugier, die wir online erleben, ins Klassenzimmer holen? Und wie können wir junge Menschen stark machen, zwischen Fakt und Fake zu unterscheiden?</b></p>
<p>Soziale Medien sind für viele Eltern und Lehrkräfte ein rotes Tuch, weil sie immer mehr Einfluss auf junge Menschen haben. Für einen mündigen Umgang mit den Plattformen setzt das gemeinnützige Bildungs-Start-up DigitalSchoolStory auf eine Methode, die die Begeisterung der Jugendlichen als Lernressource nutzt.</p>
<p>Lachen, laufende Kameras und ein „Lasst uns das probieren!“ In einer achten Klasse der Realschule ist der Spaß am Lernen spürbar. Die Jugendlichen entwickeln in selbstorganisierten Teams kurze Videos im Social-Media-Stil. Ein Kontrast zum Frontalunterricht. Und ein typisches Bild für die Arbeit mit der Lernmethode DigitalSchoolStory.</p>
<h2 class="h4"><strong>Sind unsere Kinder fit für eine unsichere Zukunft?</strong></h2>
<p>Draußen rasanter Wandel: KI, Communities, mediale Trends. In vielen Klassenzimmern dagegen: Arbeitsblätter, Einzelbenotung, Klausurmarathon. Frust und Zweifel kommen auf: „Hat das Gelernte überhaupt etwas mit meiner Zukunft zu tun?“</p>
<p>Gleichzeitig wächst der Druck auf Jugendliche, was die Zeit nach der Schule angeht: Berufsbilder ändern sich schneller als der Lehrplan. Unternehmen suchen kompetenten Nachwuchs, während Jugendliche oft orientierungslos sind, was ihre Zukunft angeht.</p>
<p>Wie kann Schule junge Menschen fit machen für eine unsichere Zukunft? Und das, ohne zu überfordern? Eine Antwort darauf liefert DigitalSchoolStory (DSS): eine Lernmethode, die Zukunftskompetenzen fördert und Spaß am Lernen weckt.</p>
<h2 class="h4"><strong>Raus aus der Konsumhaltung, rein ins Reflektieren und Ausprobieren!</strong></h2>
<p>DSS ist eine Lernmethode, bei der Jugendliche in selbstorganisierten Teams von vier bis sechs Schülerinnen und Schülern kurze Videos zu Unterrichtsthemen oder gesellschaftlichen Fragen produzieren. Die Videos erinnern an TikTok oder Instagram Reels, Formate, in die Jugendliche in ihrer Freizeit begeistert eintauchen. Das Entscheidende: Schülerinnen und Schüler gestalten selbst, statt zu konsumieren.</p>
<p>Sie überlegen im Team:</p>
<ul>
<li>Wie erzählen wir ein Thema spannend und verständlich?</li>
<li>Welche Informationen brauchen wir dazu?</li>
<li>Wie werden Fakten eine Geschichte, die andere interessiert?</li>
</ul>
<p>Dabei lernen sie nicht nur den Stoff selbst besser, sondern entwickeln nebenbei Fähigkeiten, die sie später dringend brauchen, die sogenannten 4K+Kompetenzen: Kreativität, Kollaboration, Kommunikation, kritisches Denken und Medienkompetenz. Wie wirksam die DSS-Methode diese Zukunftskompetenzen verankert, hat das Fraunhofer-Institut für Angewandte Informationstechnik (FIT) wissenschaftlich bestätigt.</p>
<h2 class="h4"><strong>Warum ist das gerade jetzt wichtig?</strong></h2>
<p><b>1. Jugendliche verbringen viel Zeit im Netz – aber oft passiv</b></p>
<p>Studien zeigen: Jugendliche nutzen soziale Medien überwiegend konsumierend. Der nächste Clip kommt automatisch, die nächste Meinung gleich dazu. DSS dreht dieses Muster um: Jugendliche lernen, zu hinterfragen, selbst zu gestalten, Verantwortung zu übernehmen. Das sind Fähigkeiten, die im digitalen Alltag zählen.</p>
<p><b>2. Schule braucht neue Wege, die zum Lernen motivieren</b><br />Viele Jugendliche erleben den Unterricht als fern von ihrer Lebenswelt. DSS schlägt eine Brücke und zeigt ihnen, dass sie mit ihrer Sicht etwas Wertvolles beitragen. Lernen wird zu einem Prozess, der Spaß macht und Raum für Persönlichkeit und Teamentwicklung lässt.</p>
<p><b>3. Kreativität und kritisches Denken als Schlüssel im KI-Zeitalter</b><br />In einer Arbeitswelt, die sich durch KI rasant verändert, werden Fähigkeiten wie Innovations­fähigkeit, Problemlösen, kritisches Hinterfragen und Perspektivwechsel immer wichtiger. DSS trainiert diese Kompetenzen, unabhängig vom Thema.</p>
<p><b>4. Demokratiebildung und digitale Verantwortung für eine starke Gesellschaft</b><br />Hass im Netz, Fake News, Polarisierung. Wie können wir Jugendliche darauf vorbereiten, im Internet sicher und verantwortungsvoll unterwegs zu sein? Bei DSS lernen Jugendliche, wie sie Fakten prüfen, respektvoll und konstruktives Feedback geben und für ihre Sicht eintreten.</p>
<h2 class="h4"><strong>Wie läuft ein Projekt mit DigitalSchoolStory ab?</strong></h2>
<p>In kleinen Teams entwickeln Jugendliche über mehrere Wochen kurze Videos, von der Recherche über die Produktion bis zur Nachbearbeitung.</p>
<p>Entwickelt wurde die Methode für Schülerinnen und Schüler der Jahrgänge 5 – 13. Sie kann in jedem Fach eingesetzt werden sowie in der Berufsorientierung, der Demokratie- und Wertebildung. Inzwischen haben auch Hoch- und Berufsschulen die Methode in ihren Lehrplan integriert.</p>
<p>Eine Schritt-für-Schritt-Anleitung führt durch die Umsetzung in drei Phasen.</p>
<p><strong>Phase 1</strong> („Connect &amp; Condensate“): <br />Jedes Team bestimmt ein Thema, recherchiert eigenständig und entwirft den roten Faden.</p>
<p><strong>Phase 2</strong> („Collaborate &amp; Co-Create“): <br />Das Team produziert mit einfachen Mitteln ein Kurzvideo. Dabei lernen die Jugendlichen, sich selbst zu organisieren und Feedback umzusetzen. Ein Highlight ist für viele, dass erfahrene Video-Stars (Creator) Tipps geben und Einblicke in die Mechanismen sozialer Netzwerke teilen.</p>
<p><strong>Phase 3</strong> („Consolidate &amp; Communicate“): <br />Mit den Tipps im Blick verfeinern die Jugendlichen ihr Video, bevor sie das Ergebnis in der Klasse präsentieren.</p>
<h2 class="h4"><strong>Jetzt auch noch Videos im Klassenzimmer?</strong></h2>
<p>Verständlich, dass Eltern erst einmal fragen: „Ist das wirklich Lernen?“ Die Erfahrung zeigt: Jugendliche lernen auf diese Weise intensiver, nachhaltiger und mit mehr Freude.</p>
<p>Sie erleben:</p>
<ul>
<li>Selbstwirksamkeit, Teamgeist und Eigenverantwortung</li>
<li>Medienkompetenz statt Medienkonsum</li>
<li>Respektvollen Umgang im Miteinander</li>
<li>Mut und Experimentierfreude</li>
</ul>
<p>Eltern stellen fest, dass Jugendliche plötzlich begeistert über den Unterricht sprechen und stolz auf die eigene Arbeit sind. Schulen erleben, dass Motivation und Lernatmosphäre sich durch DSS verbessern und die Klassengemeinschaft gestärkt wird.</p>
<p>Gerade in Zeiten von politischen Unsicherheiten, technologischem Wandel und neuen Anforderungen in der Arbeitswelt brauchen Schulen Methoden, die junge Menschen stark machen, mitzugestalten. DigitalSchoolStory ist eine davon.</p>
<h2 class="h4"><strong>Lernen neu erleben und selbst gestalten</strong></h2>
<p>Die Methode verändert, wie Jugendliche Lernen erleben: als etwas, das sie selbst gestalten, das ihre Welt einbezieht, und das ihnen zeigt: „Ich kann etwas. Ich habe eine Stimme. Und meine Ideen zählen.“ Für viele Jugendliche ist das der wichtigste Lernschritt überhaupt.</p>
<p>Entwickelt wurde die Methode in einem Hackathon 2020. Seitdem macht der Ansatz Schule: Über 16.000 Jugendliche in allen Bundesländern haben bereits mit DSS ihre Kompetenzen gestärkt. Für ihr Wirken wurde die Organisation 2023 mit dem Corporate Digital Responsibility Award ausgezeichnet.</p>
<h2 class="h4"><strong>DigitalSchoolStory an die eigene Schule holen</strong></h2>
<p>Für Eltern, Schulen und Arbeitgeber in der Region bietet die Methode eine Chance, den Wandel des Lernens gemeinsam zu gestalten. Die Finanzierung erfolgt oft über die Fördervereine oder über Unternehmen in der Region. Als gemeinnütziges Start-up kooperiert DigitalSchoolStory zudem mit Stiftungen und Förderpartnern aus der Wirtschaft, die Projekte themenbezogen oder regional fördern, zum Beispiel in der Demokratiebildung.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p class="alert-info" style="padding: 20px;"><b>Weiterlesen</b><br />DigitalSchoolStory macht junge Menschen von reinen Social Media-Konsumenten zu aktiven Gestaltern im Netz. Mit Themenideen von Grundgesetzwissen und Faktenchecking über digitale Kompetenzen bis hin zu Sprachförderung oder Berufsorientierung: Neben der Idee, die Schülerinnen und Schüler ins Gestalten zu bringen, fördert ein Projekt mit DigitalSchoolStory auch „klassische“ Wissensvermittlung. <br />Auf der Website gibt es Praxisbesipiele und alle Infos, wie man an der eigenen Schule loslegt:<br /><strong><a href="https://t1p.de/digitalschool" target="_blank" rel="noopener">t1p.de/digitalschool</a></strong></p>
<p class="alert-dark" style="padding: 20px;"><b>Zur Autorin<br /></b>Nina Mülhens ist Geschäftsführerin und Mitgründerin der DigitalSchoolStory gGmbH. Mit ihrer Arbeit setzt sie sich dafür ein, Bildung zeitgemäß zu gestalten und Schülerinnen und Schülern eine starke Stimme in der digitalen Welt zu geben. Ihr Fokus liegt auf innovativen Lernformaten, die Kreativität, Medienkompetenz und unternehmerisches Denken fördern. Mit DigitalSchoolStory im hessischen Bad Homburg zeigt sie außerdem, dass Innovation auch außerhalb Berlins stattfindet …</p>]]></description>
           <author>vorsitz@leb-bw.de (Sebastian Kölsch)</author>
           <category>SiB, Schuljahr 2025/26, Nr 6, Juli 2026</category>
           <pubDate>Fri, 10 Jul 2026 09:53:36 +0200</pubDate>
       </item>
              <item>
           <title>Nachteilsausgleiche neben Legasthenie</title>
           <link>https://leb-bw.de/infos-downloads/schule-im-blickpunkt/schuljahr-2025-26/sib-schuljahr-2025-26-nr-6-juli-2026/1090-nachteilsausgleiche-neben-legasthenie?format=html</link>
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           <media:title type="plain">Nachteilsausgleiche neben Legasthenie</media:title>
           <media:description type="html"><![CDATA[<p class="h3">Schulrecht erklärt</p>
<p><span style="font-size: 10pt;">Ein Beitrag von Andreas Zoller</span><br /><span style="font-size: 10pt;">Rechtsanwalt</span></p>
<p><b>Neben Legasthenie gibt es noch zahlreiche andere Teilbereiche, bei denen Nachteilsausgleiche grundsätzlich denkbar sind.</b></p>
<p>Die KMK hat von diesen Themenbereichen bisher nur Dyskalkulie halbherzig aufgegriffen, es allerdings (auch aus der praktischen Erwägung heraus, dass bei Nachteilsausgleichen potenziell wenig von Mathematik übrig bleiben könnte) den Ländern überlassen, ob und wenn ja, wie sie es regeln.</p>
<p>Allgemeine Regelungen wie § 38 Abs. 6 SchG</p>
<blockquote class="h5" style="padding-left: 15px; margin-top: 0; border-left: 8px solid #fef8e3;">Die Lehrkräfte tragen im Rahmen der in Grundgesetz, Verfassung des Landes Baden-Württemberg und § 1 dieses Gesetzes niedergelegten Erziehungsziele und der Bildungspläne sowie der übrigen für sie geltenden Vorschriften und Anordnungen die unmittelbare pädagogische Verantwortung für die Erziehung und Bildung der Schüler. Sie setzen im Rahmen der vorhandenen Ausstattung der Schule zur Erfüllung des Erziehungs- und Bildungsauftrags auch informationstechnisch gestützte Systeme ein.</blockquote>
<p>und § 7 Abs. 2 NVO</p>
<blockquote class="h5" style="padding-left: 15px; margin-top: 0; border-left: 8px solid #fef8e3;">(2) Die Bildung der Note in einem Unterrichtsfach ist eine pädagogisch-fachliche Gesamtwertung der von der Schülerin oder dem Schüler im Beurteilungszeitraum erbrachten Leistungen. § 6 Absatz 3 Satz 2 der Verordnung des Kultusministeriums über digitale Lehr- und Lernformen (Digitalunterrichtsverordnung – DUVO) in der jeweils geltenden Fassung ist entsprechend anzuwenden.</blockquote>
<p>helfen nicht weiter, da diese nicht festlegen, welcher Nachteil konkret auszugleichen ist.</p>
<p>Hilfreicher sind die Verwaltungsvorschriften für Kinder und Jugendliche mit besonderem Förderbedarf und Behinderungen.</p>
<p>In Ziffer 1 werden zahlreiche praktisch relevante Bereiche für Fördermaßnahmen aufgezählt, die dann natürlich auch Nachteilsausgleiche nach sich ziehen können:</p>
<blockquote class="h5" style="padding-left: 15px; margin-top: 0; border-left: 8px solid #fef8e3;">Besondere Förderbedürfnisse können sich insbesondere ergeben bei Schwierigkeiten im Lesen oder Rechtschreiben, in Mathematik, bei mangelnden Kenntnissen in der deutschen Sprache (vgl. hierzu Verwaltungsvorschrift zur Sprachförderung vom 1. August 2008, K.u.U. S. 57), bei besonderen Problemen im Verhalten und in der Aufmerksamkeit, bei chronischen Erkrankungen, bei Behinderungen oder bei einer Hochbegabung.</blockquote>
<p>D.h. grundsätzlich kann man hierunter</p>
<ul>
<li>Dyskalkulie</li>
<li>Schüler mit Problemen in der deutschen Sprache</li>
<li>ADHS, ADS, Hypersensibilität, Autismus, AVWS (Verhalten und Aufmerksamkeit),</li>
<li>chronischen Erkrankungen</li>
<li>sonderpädagogischem Bildungsangebot (Behinderungen)</li>
<li>Hochbegabung</li>
</ul>
<p>fassen, aber auch andere verwandte Themenbereiche, da ein „insbesondere“ vorangestellt wurde.</p>
<p>Für diese Bereiche gibt es unter Ziffer 2.3.1 konkrete Ansätze für Nachteilsausgleiche:</p>
<blockquote class="h5" style="padding-left: 15px; margin-top: 0; border-left: 8px solid #fef8e3;">&gt;Daneben sind auch besondere, nur auf einzelne Schüler bezogene Maßnahmen des Nachteilsausgleichs möglich, insbesondere durch eine Anpassung der Arbeitszeit oder durch die Nutzung von besonderen technischen oder didaktisch-methodischen Hilfen. Auch ist es möglich, die Gewichtung der schriftlichen, mündlichen und praktischen Leistungen im Einzelfall anzupassen; allerdings muss jede dieser Leistungsarten eine hinreichende Gewichtung behalten.</blockquote>
<p>Im Ergebnis heißt dies, denkbar sind</p>
<ul>
<li>Schreibzeitverlängerungen,</li>
<li>Hilfsmittel</li>
<li>aber auch andere Nachteilsausgleiche bei der Leistungserfassung („insbesondere“ heißt nicht enumerativ).</li>
</ul>
<p>D.h. auf formaler Ebene kann man vor allem geltend machen,</p>
<ul>
<li>Schreibzeitverlängerungen,</li>
<li>Hilfsmittel</li>
<li>und ggf. auch andere Aufgabenstellungen.</li>
</ul>
<p>Der „Notenschutz“ ist beschränkt auf eine andere Gewichtung, d.h. man könnte ggf. mündlich auf 2/3 erhöhen, was natürlich nur dann etwas bringt, wenn die Lehrkraft dem Kind dann die individuelle Möglichkeit gibt, sich mündlich zu präsentieren und dies dann unter Berücksichtigung der Teilleistungsstörung bewertet wird. Grundsätzlich ist dies eine einfachere Variante als die Nachteilsausgleiche, da im mündlichen Bereich mehr Spielräume bestehen, Besonderheiten konstruktiv in die Notenbildung einzubeziehen. Das heißt aber auch, dass man auf eine konstruktive Zusammenarbeit mit der Lehrkraft angewiesen ist, dass diese wirklich die Chance auf eine bessere mündliche Note gewährleistet.</p>
<p>Jetzt kommt aber der Knackpunkt – Nachteilsausgleiche sind in der Praxis immer schwierig zu erreichen, da es nicht „den Nachteilsausgleich“ gibt, sondern nur der individuelle Nachteil ausgeglichen werden soll. Hauptproblem ist immer, den konkreten Nachteil festzulegen, da nur dieser ausgeglichen wird, wie der Begriff „Nachteilsausgleich“ per Definition festlegt:</p>
<ul>
<li>Es müssen in dem Gutachten die konkreten Nachteile jeweils exakt definiert werden, denn nur auf der Basis, kann man auch verlangen, dass diese konkreten Nachteile ausgeglichen werden.</li>
<li>Definiert man den Nachteil konkret, sollte in dem Gutachten auch dargestellt werden, welche Nachteilsausgleiche das Kind konkret benötigt. Bleibt es bei Aufzählungen oder vagen Umschreibungen, endet es in endlosen Diskussionen.</li>
</ul>
<p>Meist beinhalten Gutachten nur allgemeine Aussagen zu einer allgemeinen Diagnose, aber keine konkreten Festlegungen. Und meist werden in Gutachten nur mögliche Nachteilsausgleiche allgemein aufgezählt.</p>
<p>Es ist also Aufgabe der Gutachten, dies genauer herauszuarbeiten, was natürlich auch unter dem Aspekt problematisch ist, dass viele Probleme dynamisch sind (vor allem Dyskalkulie und Hochbegabung), d.h. Probleme und Bedürfnisse sich rasch ändern können.</p>
<p>Ein weiteres Problem stellt dar, inwiefern solche Gutachten von Schulen überhaupt anerkannt werden, selbst bei privaten Instituten gibt es immer häufiger Probleme. Man kann dann versuchen, Schulpsychologen als Vermittler einzubeziehen, d.h. diese sollen die Inhalte des Gutachtens fachlich einschätzen. Dies beinhaltet die Gefahr, dass dann weniger übrig bleibt, als man sich erwünschte. Alternativ kann man versuchen, Fachgutachten von Psychologen, Psychiatern oder einem SPZ zu erhalten.</p>
<p class="alert-dark" style="padding: 20px;"><b>Zum Autor<br /></b>Rechtsanwalt Andreas Zoller ist seit 2007 einer der führenden Experten im Schulrecht. Durch seine umfangreichen Online-Ressourcen macht er schulrechtliche Themen für ein breites Publikum zugänglich. Neben seiner anwaltlichen Tätigkeit ist er als Dozent an der Kommunalakademie Deutschland und als Autor aktiv. Seine Schwerpunkte umfassen Schulwahl, Ordnungsmaßnahmen, Mobbing, Nichtversetzung und Inklusion.</p>]]></media:description>
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           <description><![CDATA[<p class="h3">Schulrecht erklärt</p>
<p><span style="font-size: 10pt;">Ein Beitrag von Andreas Zoller</span><br /><span style="font-size: 10pt;">Rechtsanwalt</span></p>
<p><b>Neben Legasthenie gibt es noch zahlreiche andere Teilbereiche, bei denen Nachteilsausgleiche grundsätzlich denkbar sind.</b></p>
<p>Die KMK hat von diesen Themenbereichen bisher nur Dyskalkulie halbherzig aufgegriffen, es allerdings (auch aus der praktischen Erwägung heraus, dass bei Nachteilsausgleichen potenziell wenig von Mathematik übrig bleiben könnte) den Ländern überlassen, ob und wenn ja, wie sie es regeln.</p>
<p>Allgemeine Regelungen wie § 38 Abs. 6 SchG</p>
<blockquote class="h5" style="padding-left: 15px; margin-top: 0; border-left: 8px solid #fef8e3;">Die Lehrkräfte tragen im Rahmen der in Grundgesetz, Verfassung des Landes Baden-Württemberg und § 1 dieses Gesetzes niedergelegten Erziehungsziele und der Bildungspläne sowie der übrigen für sie geltenden Vorschriften und Anordnungen die unmittelbare pädagogische Verantwortung für die Erziehung und Bildung der Schüler. Sie setzen im Rahmen der vorhandenen Ausstattung der Schule zur Erfüllung des Erziehungs- und Bildungsauftrags auch informationstechnisch gestützte Systeme ein.</blockquote>
<p>und § 7 Abs. 2 NVO</p>
<blockquote class="h5" style="padding-left: 15px; margin-top: 0; border-left: 8px solid #fef8e3;">(2) Die Bildung der Note in einem Unterrichtsfach ist eine pädagogisch-fachliche Gesamtwertung der von der Schülerin oder dem Schüler im Beurteilungszeitraum erbrachten Leistungen. § 6 Absatz 3 Satz 2 der Verordnung des Kultusministeriums über digitale Lehr- und Lernformen (Digitalunterrichtsverordnung – DUVO) in der jeweils geltenden Fassung ist entsprechend anzuwenden.</blockquote>
<p>helfen nicht weiter, da diese nicht festlegen, welcher Nachteil konkret auszugleichen ist.</p>
<p>Hilfreicher sind die Verwaltungsvorschriften für Kinder und Jugendliche mit besonderem Förderbedarf und Behinderungen.</p>
<p>In Ziffer 1 werden zahlreiche praktisch relevante Bereiche für Fördermaßnahmen aufgezählt, die dann natürlich auch Nachteilsausgleiche nach sich ziehen können:</p>
<blockquote class="h5" style="padding-left: 15px; margin-top: 0; border-left: 8px solid #fef8e3;">Besondere Förderbedürfnisse können sich insbesondere ergeben bei Schwierigkeiten im Lesen oder Rechtschreiben, in Mathematik, bei mangelnden Kenntnissen in der deutschen Sprache (vgl. hierzu Verwaltungsvorschrift zur Sprachförderung vom 1. August 2008, K.u.U. S. 57), bei besonderen Problemen im Verhalten und in der Aufmerksamkeit, bei chronischen Erkrankungen, bei Behinderungen oder bei einer Hochbegabung.</blockquote>
<p>D.h. grundsätzlich kann man hierunter</p>
<ul>
<li>Dyskalkulie</li>
<li>Schüler mit Problemen in der deutschen Sprache</li>
<li>ADHS, ADS, Hypersensibilität, Autismus, AVWS (Verhalten und Aufmerksamkeit),</li>
<li>chronischen Erkrankungen</li>
<li>sonderpädagogischem Bildungsangebot (Behinderungen)</li>
<li>Hochbegabung</li>
</ul>
<p>fassen, aber auch andere verwandte Themenbereiche, da ein „insbesondere“ vorangestellt wurde.</p>
<p>Für diese Bereiche gibt es unter Ziffer 2.3.1 konkrete Ansätze für Nachteilsausgleiche:</p>
<blockquote class="h5" style="padding-left: 15px; margin-top: 0; border-left: 8px solid #fef8e3;">&gt;Daneben sind auch besondere, nur auf einzelne Schüler bezogene Maßnahmen des Nachteilsausgleichs möglich, insbesondere durch eine Anpassung der Arbeitszeit oder durch die Nutzung von besonderen technischen oder didaktisch-methodischen Hilfen. Auch ist es möglich, die Gewichtung der schriftlichen, mündlichen und praktischen Leistungen im Einzelfall anzupassen; allerdings muss jede dieser Leistungsarten eine hinreichende Gewichtung behalten.</blockquote>
<p>Im Ergebnis heißt dies, denkbar sind</p>
<ul>
<li>Schreibzeitverlängerungen,</li>
<li>Hilfsmittel</li>
<li>aber auch andere Nachteilsausgleiche bei der Leistungserfassung („insbesondere“ heißt nicht enumerativ).</li>
</ul>
<p>D.h. auf formaler Ebene kann man vor allem geltend machen,</p>
<ul>
<li>Schreibzeitverlängerungen,</li>
<li>Hilfsmittel</li>
<li>und ggf. auch andere Aufgabenstellungen.</li>
</ul>
<p>Der „Notenschutz“ ist beschränkt auf eine andere Gewichtung, d.h. man könnte ggf. mündlich auf 2/3 erhöhen, was natürlich nur dann etwas bringt, wenn die Lehrkraft dem Kind dann die individuelle Möglichkeit gibt, sich mündlich zu präsentieren und dies dann unter Berücksichtigung der Teilleistungsstörung bewertet wird. Grundsätzlich ist dies eine einfachere Variante als die Nachteilsausgleiche, da im mündlichen Bereich mehr Spielräume bestehen, Besonderheiten konstruktiv in die Notenbildung einzubeziehen. Das heißt aber auch, dass man auf eine konstruktive Zusammenarbeit mit der Lehrkraft angewiesen ist, dass diese wirklich die Chance auf eine bessere mündliche Note gewährleistet.</p>
<p>Jetzt kommt aber der Knackpunkt – Nachteilsausgleiche sind in der Praxis immer schwierig zu erreichen, da es nicht „den Nachteilsausgleich“ gibt, sondern nur der individuelle Nachteil ausgeglichen werden soll. Hauptproblem ist immer, den konkreten Nachteil festzulegen, da nur dieser ausgeglichen wird, wie der Begriff „Nachteilsausgleich“ per Definition festlegt:</p>
<ul>
<li>Es müssen in dem Gutachten die konkreten Nachteile jeweils exakt definiert werden, denn nur auf der Basis, kann man auch verlangen, dass diese konkreten Nachteile ausgeglichen werden.</li>
<li>Definiert man den Nachteil konkret, sollte in dem Gutachten auch dargestellt werden, welche Nachteilsausgleiche das Kind konkret benötigt. Bleibt es bei Aufzählungen oder vagen Umschreibungen, endet es in endlosen Diskussionen.</li>
</ul>
<p>Meist beinhalten Gutachten nur allgemeine Aussagen zu einer allgemeinen Diagnose, aber keine konkreten Festlegungen. Und meist werden in Gutachten nur mögliche Nachteilsausgleiche allgemein aufgezählt.</p>
<p>Es ist also Aufgabe der Gutachten, dies genauer herauszuarbeiten, was natürlich auch unter dem Aspekt problematisch ist, dass viele Probleme dynamisch sind (vor allem Dyskalkulie und Hochbegabung), d.h. Probleme und Bedürfnisse sich rasch ändern können.</p>
<p>Ein weiteres Problem stellt dar, inwiefern solche Gutachten von Schulen überhaupt anerkannt werden, selbst bei privaten Instituten gibt es immer häufiger Probleme. Man kann dann versuchen, Schulpsychologen als Vermittler einzubeziehen, d.h. diese sollen die Inhalte des Gutachtens fachlich einschätzen. Dies beinhaltet die Gefahr, dass dann weniger übrig bleibt, als man sich erwünschte. Alternativ kann man versuchen, Fachgutachten von Psychologen, Psychiatern oder einem SPZ zu erhalten.</p>
<p class="alert-dark" style="padding: 20px;"><b>Zum Autor<br /></b>Rechtsanwalt Andreas Zoller ist seit 2007 einer der führenden Experten im Schulrecht. Durch seine umfangreichen Online-Ressourcen macht er schulrechtliche Themen für ein breites Publikum zugänglich. Neben seiner anwaltlichen Tätigkeit ist er als Dozent an der Kommunalakademie Deutschland und als Autor aktiv. Seine Schwerpunkte umfassen Schulwahl, Ordnungsmaßnahmen, Mobbing, Nichtversetzung und Inklusion.</p>]]></description>
           <author>vorsitz@leb-bw.de (Sebastian Kölsch)</author>
           <category>SiB, Schuljahr 2025/26, Nr 6, Juli 2026</category>
           <pubDate>Fri, 10 Jul 2026 09:39:43 +0200</pubDate>
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