Berufsschule und Berufsfachschule

Deutschland und vor allem Baden-Württemberg hat ein einzigartiges besonderes Schulsystem innerhalb seines Bildungswesens, das von vielen unterschätzt wird: Die beruflichen Schulen!


Es ist ein komplexes und vielfältiges System diverser Schularten, das sich nur wenige bewusst machen. Angefangen von den berufsvorbereitenden Schulen für Hauptschüler ohne Ausbildungsplatz bis hin zu beruflichen Gymnasien mit allgemeiner Hochschulreife decken die Vollzeitschulen des beruflichen Bereichs alle Bedürfnisse der jungen Erwachsenen ab. Sie können sich sowohl für eine Berufsausbildung qualifizieren als auch eine höhere Schulbildung anstreben. So haben Schüler mit mittlerem Bildungsabschluss, aber durchaus auch Hauptschüler, durch die diversen Stufen des beruflichen Bildungssystems bei uns in Baden-Württemberg die Möglichkeit, im staatlichen System ihr bundesweit anerkanntes Abitur zu erreichen!


Der Teilzeitbereich im dualen System (die „eigentliche“ Berufsschule) ergänzt als Partner der Betriebe die berufliche Ausbildung und vermittelt, neben fachbezogenem Wissen und Fertigkeiten (berufliche Handlungskompetenz), auch eine verbesserte Allgemeinbildung. Darüber hinaus sind diverse Fachschulen in der Fortbildung tätig.


Immerhin durchlaufen ca. drei Viertel aller jungen Menschen in ihrer Schullaufbahn den einen oder anderen Zweig unseres beruflichen Schulwesens, in dem neben den technischen Lehrern überwiegend, wie in Gymnasien, Lehrkräfte mit Universitätsabschluss unterrichten. Damit schaffen wir die Basis für einen optimalen Berufseintritt der jungen Erwachsenen in der breiten Spanne von einfachen gewerblichen Berufen bis hin zu angehenden Akademikern. Hätten Sie dies gewusst?


Ihre zuständigen Ansprechpartner finden Sie hier.



Berufskolleg und Berufliches Gymnasium

 

In Baden-Württemberg haben Schülerinnen und Schülern nach dem Mittleren Bildungsabschluss (Realschule, Werkreal-/Hauptschule, 2jährige Berufsfachschule) vielfältige Möglichkeiten, im direkten Anschluss an ihren bisherigen schulischen Werdegang die Hochschulreife zu erreichen. So wird heute schon fast jedes dritte Abitur an einem Beruflichen Gymnasium erworben.Abgestimmt auf das spätere Berufsziel bieten die Beruflichen Gymnasien die Möglichkeit einer gymnasialen Ausbildung mit berufsspezifischen Profilfächern, die den Lehrstoff der allgemeinbildenden Gymnasien ergänzen.
Folgende Richtungen bzw. Profile stehen zur Auswahl:
1. Berufliches Gymnasium der agrarwissenschaftlichen Richtung

2. Berufliches Gymnasium der biotechnologischen Richtung

3. Berufliches Gymnasium der ernährungswissenschaftlichen Richtung

4. Berufliches Gymnasium der sozialwissenschaftlichen Richtung

5. Berufliches Gymnasium der technischen Richtung:Profil TechnikProfil Gestaltungs- und MedientechnikProfil InformationstechnikProfil Technik und ManagementProfil UmwelttechnikProfil Angewandte NaturwissenschaftenProfil Technik mit Schwerpunkt Elektro- und Informationstechnik
6. Berufliches Gymnasium der wirtschaftswissenschaftlichen RichtungProfil Wirtschaft Profil Internationale Wirtschaft
Die Anforderungen sind nicht geringer als in den allgemeinbildenden Gymnasien, sie erfordern sogar durch die vorgegebenen Profilfächer besondere Fähigkeiten. So hat das ernährungswissenschaftliche Gymnasium nichts mit Kochen zu tun, das Leistungsfach ist vielmehr Chemie! Im technischen Gymnasium reicht es auch nicht aus, wenn der Schüler gerne Autos repariert; hier stehen fundierte mathematisch-naturwissenschaftliche Grundlagen im Vordergrund.

Auch die Berufskollegs – die das Erreichen der Fachhochschulreife ermöglichen - bieten ein breites Auswahlspektrum:

Berufskollegs - Verzahnung mit dualen AusbildungsberufenTechnisches Berufskolleg I und IIKaufmännisches Berufskolleg I und II
Technische BerufskollegsZweijähriges Berufskolleg für technische AssistentenDreijährige gewerblich-technische Berufskollegs in TeilzeitunterrichtTechnisches Berufskolleg ITechnisches Berufskolleg IIBerufskolleg für Design
Kaufmännische BerufskollegsKaufmännisches Berufskolleg in TeilzeitformKaufmännisches Berufskolleg I (zum Teil mit Übungsfirma)Kaufmännisches Berufskolleg II (zum Teil mit Übungsfirma)Kaufmännisches Berufskolleg FremdsprachenKaufmännisches Berufskolleg WirtschaftsinformatikBerufskolleg für Sport- und VereinsmanagementBerufskolleg für Informatik (für Abiturientinnen und Abiturienten)
Hauswirtschaftlich, pflegerische und Sozialpädagogische BerufskollegsBerufskolleg für Praktikantinnen und PraktikantenFachschule für Sozialpädagogik (Berufskolleg)Berufskolleg Gesundheit und Pflege IBerufskolleg Gesundheit und Pflege IIBerufskolleg für Ernährung und Hauswirtschaft IBerufskolleg für Ernährung und Hauswirtschaft IIDuales Berufskolleg Fachrichtung Soziales
Zusammen mit den Berufsschulen im dualen System decken die Vollzeitschulen alle Bedürfnisse der jungen Erwachsenen ab, die sich entweder für die Berufsausbildung qualifizieren wollen oder aber eine bessere Schulbildung anstreben. Nur bei uns haben Schüler mit der Mittleren Reife oder einem gleichwertigem Abschluss hierdurch z.B. die Möglichkeit, im staatlichen System ihr bundesweit anerkanntes Abitur bzw. die Fachhochschulreife zu erreichen.Nutzen wir also diese wirklich hervorragenden Möglichkeiten zur Qualifizierung von Schülern, die keinen Zugang hatten zu der originären Gymnasialausbildung!

 


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Aktion Jugendschutz

 


Die Aktion Jugendschutz (ajs) wurde 1956 als Verein gegründet und ist ein Zusammenschluss von 19 Spitzenverbäden Baden-Württembergs.  Die Aktion Jugendschutz setzt sich für die Stärkung, den Schutz und die Rechte von Kindern und Jugendlichen ein.

Das Ziel
Ziel der Aktion Jugendschutz ist es, den erzieherischen, gesetzlichen und strukturellen Kinder- und Jugendschutz im Land Baden-Württemberg zu fördern. Schwerpunktmäßig engagiert sich die Aktion Jugendschutz in den Fachgebieten Suchtprävention, Jugendmedienschutz und Medienpädagogik, Sexualerziehung, Gewaltprävention, Gesetzliche Regelungen zum Schutz von Kindern und Jugendlichen, Rechte von Kindern und Jugendlichen.
Dabei orientiert sich die ajs am Leitgedanken des Kinder- und Jugendhilfegesetzes, positive Lebensbedingungen für junge Menschen und ihre Familien zu erhalten oder zu schaffen.

Das bedeutet
Kinder und Jugendliche auf ihrem Weg zur Eigenständigkeit zu fördern. Die ajs unterstützt Eltern und andere Erziehende bei dieser Aufgabe.
Grenzen zum Schutz von Kindern und Jugendlichen zu setzen. Die ajs informiert über gesetzliche Regelungen des Jugendschutzes und bezieht Stellung zu aktuellen Fragen und Gesetzesänderungen.
Die Interessen und Bedürfnisse von Kindern und Jugendlichen in der Städteplanung sowie in der Umwelt- und Verkehrspolitik zu vertreten. Dazu gehören auch Partizipation und die Umsetzung von Kinderrechten - dafür setzt die ajs sich ein und leistet Lobbyarbeit.

Unser Angebot
Die ajs erstellt Informationsbroschüren und Arbeitshilfen und gibt vierteljährlich die Fachzeitschrift ajs-informationen heraus, die aktuelle Jugendschutzthemen aufgreift.
Für Multiplikator/innen und Pädagog/innen entwickelt und vermittelt die ajs pädagogische Konzepte und führt Tagungen, Fortbildungen und andere Fachveranstaltungen durch.  
Die ajs macht auf Themen des Kinder- und Jugendschutzes aufmerksam und beantwortet thematische Anfragen aus unterschiedlichsten Bereichen bzw. Berufsfeldern. Die ajs unterstützt Ihre Arbeit mit Informationen und fachlichen Stellungnahmen.  
Um ihre Ziele gemeinsam anzugehen und zu erreichen, kooperiert die ajs in zahlreichen Projekten mit Ministerien, Verbänden und mit anderen wichtigen Partner/innen.  
Durch die Initiierung von bzw. die Mitarbeit in Projektgruppen, Kommissionen, Foren und Gremien gestaltet die Aktion Jugendschutz die jugendpolitische Landschaft in Baden-Württemberg mit.

Text wurde mit Genehmigung von der Homepage der "Aktion Jugenschutz" übernommen: Homepage ajs

 

 

 

Aufgaben

Gemäß § 60 Schulgesetz ist der Landeselternbeirat ein Beratungsgremium des Kultusministeriums.

 

Schulgesetz § 60 Landeselternbeirat

1. Der aus gewählten Vertretern der Eltern bestehende Landeselternbeirat berät das Ministerium für
Kultus und Sport in allgemeinen Fragen des Erziehungs- und Unterrichtswesens, insbesondere bei
der Gestaltung der Bildungs- und Lehrpläne und der Zulassung der Schulbücher.

2. Der Landeselternbeirat kann dem Ministerium für Kultus und Sport Vorschläge und Anregungen
unterbreiten. Das Ministerium für Kultus und Sport unterrichtet den Landeselternbeirat über die
wichtigen allgemeinen Angelegenheiten und erteilt ihm die notwendigen Auskünfte. Auch soll
das Ministerium für Kultus und Sport dem Landeselternbeirat allgemeine, die Gestaltung und
Ordnung des Schulwesens betreffende Regelungen vor ihrem Inkrafttreten zuleiten.

Diese Beratung erfolgt in der Stellungnahme

1. zu allgemeinen Fragen des Erziehungs- und Unterrichtswesens,
2. zur Gestaltung und Ordnung des Schulwesens betreffenden Regelungen,
3. neben dieser Beratung ist der Landeselternbeirat aufgefordert, dem Kultusministerium
Vorschläge und Anregungen zu unterbreiten.

Der Landeselternbeirat ist ein von den Elternbeiratsvorsitzenden aller Schularten
demokratisch gewähltes Gremium. Seine Aufgabe ist es, Eltern zu informieren und zu beraten.